Fahrlässige Tötung – Coras Busen-Chirurg drohen drei Jahre Knast

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Fahrlässige TötungCoras Busen-Chirurg drohen drei Jahre Knast

Sind die Ärzte schuld an Coras Tod? Ihre Leiche soll obduziert werden, zudem wurden diverse Beweise sichergestellt. Die Verantwortlichen könnten längere Zeit hinter Gitter verschwinden.

Gegen den Chirurgen und die Anästhesistin, die an der Operation von der Ex-«Big Brother» Insassin Cora beteiligt waren, wird nicht mehr wegen fahrlässiger Körperverletzung, sondern wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Ihnen drohen möglicherweise bis zu drei Jahre Haft.

Um die Umstände besser aufklären zu können, wurde jetzt die Obduktion von Coras Leiche veranlasst, wie Wilhelm Antonius Möllers, Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, mitteilte. Außerdem wurden medizinische Geräte und Patienten-Unterlagen sichergestellt.

Coras Chirurg war gegen die weitere OP

Bereits als Cora noch im Koma lag, wurden erste Vorwürfe laut. So erzählte etwa Coras eigentlicher Schönheitschirurg der «Hamburger Morgenpost», dass er sich gegen eine weitere Brust-OP ausgesprochen habe: «Sie sagte, sie wolle eine weitere Vergrößerung, aber ich machte klar, dass wir das nicht tun würden, weil man keine größeren Implantate unter ihren Brustmuskel setzen könne. Sie ist sehr zierlich, anatomisch war einfach das Maximum erreicht.»

Erst nachdem er die OP abgelehnt hatte, suchte Cora schliesslich die Alsterklinik in Hamburg auf. Diese willigte bedenkenlos die OP ein. Nach dem Feststellen des Todes hatte ein Notarzt schließlich Hinweise auf eine falsche Reanimierung gefunden. Zudem prüfen die Ermittler jetzt auch, ob der Herzstillstand möglicherweise durch die Einnahme illegaler Wachstumshormone zur Gewichtskontrolle verursacht wurde.

(L'essentiel online/cap)

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