Politik – CSV kürt Claude Wiseler zum Spitzenkandidaten

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PolitikCSV kürt Claude Wiseler zum Spitzenkandidaten

LUXEMBURG – Unter den Augen von mehr als 500 Menschen – darunter Jean-Claude Junckers – wurde Claude Wiseler zum Spitzenkandidaten der CSV gekürt.

Unter dem Gästen im Forum Geesseknaepchen war auch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Unter dem Gästen im Forum Geesseknaepchen war auch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

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Zwei Jahre vor den Wahlen hat die CSV sich auf einen Spitzenkandidaten festgelegt: Claude Wiseler tritt in die Fußstapfen von Jean-Claude Juncker. Das ist das Ergebnis eines Parteikonvents im Forum Geesseknäppchen am Samstag. 98 Prozent der Stimmen vielen auf den Mann aus der Hauptstadt.

Obwohl der 56-Jährige sich noch nicht darauf eingelassen hat, Versprechen zu machen, sendet er bereits eine Nachricht an die Unternehmen: «Luxemburg braucht eine wirtschaftsfreundliche Atmosphäre. Wir dürfen die Unternehmen nicht an den Rand der Gesellschaft drängen, das Großherzogtum braucht ihre Vitalität.» Wiseler schlägt eine Unternehmenssteuer von 15 Prozent vor, «während die Besteuerungsbasis ausgeweitet wird – ohne das wären Steuersenkungen nicht finanzierbar».

Testlabor für die Kreislaufwirtschaft

Im Rennen um ein modernes Luxemburg will der ehemalige Minister das Land in ein Labor für die Kreislaufwirtschaft verwandeln. «Der Staat muss beispielhaft beim Kombinieren von Ökonomie und Ökologie sein», sagt er. Wiseler bediente aber auch konservative Themen: «Ich glaube nicht an ein Luxemburg mit 1,2 Millionen Einwohnern im Jahr 2060. Das würde bedeuten, dass die Luxemburg nur noch 30 Prozent der Bevölkerung stellen. Ich möchte Wachstum, der kontrolliert werden kann.»

Auch die Diskussion um die luxemburgische Sprache hat der CSV-Mann nicht vergessen. Wiseler will daraus eine Sprache der Sozialisierung machen. Und zwar vom ersten Schuljahr an.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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