Hoffmans Tagebücher – Dämonen verfolgten den Star

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Hoffmans TagebücherDämonen verfolgten den Star

Die Polizei hat bei der Durchsuchung von Philip Seymour Hoffmans Wohnung private Tagebücher entdeckt. Darin beschreibt der verstorbene Oscar-Preisträger seine Drogensucht.

Die Tagebücher von Philip Seymour Hoffman zeichnen das Bild eines verwirrten Mannes. Seine Drogensucht bezeichnete der Schauspieler als Dämonen, die ihn verfolgten. Mit Selbsthilfegruppen und einem Aufenthalt in einer Entzugsklinik wollte er seine Sucht bekämpfen, trotzdem fand man Hoffman am 2. Februar tot in seiner Wohnung in New York. Der Oscar-Preisträger starb an einer Überdosis Heroin.

Laut NBC News seien die Aufzeichnungen Hoffmans teilweise sehr schwer zu entziffern. Es scheint, als habe er Abschnitte im Drogenrausch verfasst. Sätze laufen nahtlos ineinander, die Handschrift beginnt klar und wird dann immer unleserlicher. Zum Teil schreibe Hoffman über einen gewissen Frank, der immer Schulden habe, auf der gleichen Seite aber erzählt er dann die Geschichte eines 15-jährigen Mädchens aus Texas.

«Es scheint, als habe er zumindest Teile der Tagebücher im Entzug verfasst», sagt eine Quelle laut NBC News. «Er beschreibt definitiv seine Suche nach seiner Seele. Aber darin steht auch eine Menge Irrsinn.» Hoffman war im letzten Jahr zumindest für einige Tage in einer Entzugsklinik. Auch ging er immer wieder zu Meetings einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Drogenabhängige. Vor seinem Rückfall war der Schauspieler, der mit seiner Sucht immer offen umgegangen war, jahrzehntelang clean gewesen.

(L´essentiel/ ink)

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