Hätten Sie es gewusst? – Daher hat Ikeas Billy seinen Namen
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Hätten Sie es gewusst?Daher hat Ikeas Billy seinen Namen

Das Billy-Regal ist längst Kult. L'essentiel verrät, wo es den Namen her hat und wie andere Ikea-Produkte zu ihren gekommen sind.

Ist vom Billy die Rede, weiß jeder, worum es geht. schließlich ist es das wohl bekannteste Ikea-Produkt überhaupt. Es hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag.

Entwickelt wurde das gute Stück 1979 von einem gewissen Billy Likjedhal, der sich ein «richtiges Bücherregal nur für Bücher» wünschte. Er verhalf dem Möbel nicht nur zu seinem Look, sondern auch gleich zu seinem Namen.

Bei anderen Möbeln liegt die Herkunft der Bezeichnung weniger auf der Hand. Dabei folgen die Produktbezeichnungen einer internen Logik, wie das schwedische Möbelunternehmen mitteilt.

Namen für Großes ...

Bücherregale werden – wenn nicht nach männlichen Mitarbeitern – nach Berufen benannt. Expedit bedeutet etwa Verkäufer. Badezimmerartikel wie beispielsweise Öresund tragen dagegen die Namen schwedischer Seen oder Gewässer.

Betten, Garderoben und Flurschränke bekommen die Namen von Orten aus Norwegen. So heißt das Tagesbettgestell Fyresdal genauso wie eine Kommune im Südwesten der Telemark. Bettwäsche, Decken und Kissenbezüge haben ihre Namen von Blumen oder Pflanzen. Die Bettwäsche Häxört etwa ist nach der Pflanze Gewöhnliches Hexenkraut (Circaea lutetiana) benannt.

Für Garten- und Balkonmöbel bedient sich das Team an skandinavischen Inseln. Die Äpplarö-Serie hat ihren Namen von einer Insel nahe Stockholm.

... und Kleines

Ähnlich gehen die Verantwortlichen auch bei der Benennung von Dekorationen vor. So stammen die Namen von Boxen, Wanddekoration, Bilder, Rahmen und Uhren aus der schwedischen Umgangssprache.

Produkte, die mit Licht und Beleuchtung in Zusammenhang stehen, erhalten ihre Namen wahlweise von Maßeinheiten, Jahreszeiten, Monaten und Tagen. Auch Begriffe aus der Musik und Chemie werden genutzt. Teppiche wie Ådum oder Silkeborg hingegen tragen die Namen von Städten von Dänemark und Schweden.

Zudem bedient sich das Team Begriffen aus der Seemannssprache sowie der Namen schwedischer Orte. Letztere sind auch Namensgeber von Sofas, Sesseln, Stühlen und Esstischen.

Namen statt Nummern

Schon seit den Anfängen geht das Unternehmen so vor. Die Idee dafür soll von Firmengründer Ingvar Kamprad selbst stammen, der als Legastheniker Mühe mit den andernorts gängigen Artikelnummern hatte.

Abwegig ist das nicht. schließlich ging Kamprad bei der Namenssuche für sein Imperium ähnlich vor: Ikea ist nämlich ein sogenanntes Akronym, das dadurch entsteht, dass Wörter oder Wortgruppen auf ihre Anfangsbestandteile gekürzt werden. Es setzt sich zusammen aus dem Namen des Gründers (Ingvar Kamprad), dem des elterlichen Bauernhofs (Elmtaryd) und dem des Dorfes, in dem der Hof lag (Agunnaryd).

Ein offensichtlicher Fan der Möbelkette hat sich sogar die Mühe gemacht und angefangen, die Namen aller Produkte in einem Ikea-Lexikon zu sammeln – inklusive Bedeutung natürlich.

(L'essentiel/fee)

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