Emaischen – Damit Peckvillercher nicht aussterben

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ÉmaischenDamit Peckvillercher nicht aussterben

LUXEMBURG - Vor dem Émaischen am Ostermontag haben die Töpfermeister die Kunst des Tonvögel-Töpferns an junge Leute aus Nospelt weitergegeben.

Informatiker Christian Boudot hat das Töpfern der bunten Vögel erst vor kurzem für sich entdeckt.

Informatiker Christian Boudot hat das Töpfern der bunten Vögel erst vor kurzem für sich entdeckt.

L'essentiel

Überall pfeift und zwitschert es am Ostermontag beim Émaischen auf dem Fischmarktplatz in der Hauptstadt und in der Wiege der traditionellen Tonvögelchen in Nospelt. Dass die sogenannten Peckvillerchen vom Aussterben bedroht sein könnten, muss dabei niemand befürchtet. Die Töpfermeister aus Nospelt haben vorgesorgt und alle Einwohner der Gemeinde eingeladen, das Vögeltöpfern auszuprobieren.

So kam auch Christian Boudot zum Ton: In seinem Briefkasten hatte der 34-jährige Informatiker eine Einladung gefunden. Der Neu-Nospelter ging zum Töpferkurs, um etwas völlig anderes zu entdecken, als die Handkniffe aus seinem Alltag. «Ich habe noch nie getöpfert, aber es erlaubt mir, etwas mit den Händen zu machen. Das kommt bei meinem Job zu kurz.»

Das Töpfern hat er mit seiner frau zusammenentdeckt und damit eine Familientradition weitergeführt. «Schon als Junge habe ich angefangen ein paar Vögelchen zu sammeln. Heute macht es mir Spaß selbst zu wissen, wie man sie herstellt.» Auch an seine Kinder will er die Tradition weitergeben. «Meine Tochter hat auch schon ihre ersten Werke getöpfert.»

L'essentiel Online/Thomas Holzer

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