Absturz im Nebel – «Dann kam irgendwann nichts mehr»

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Absturz im Nebel«Dann kam irgendwann nichts mehr»

SAARBRÜCKEN – Es herrschte dichter Nebel – und dennoch wollte der Pilot eines Kleinflugzeugs in Saarbrücken zur Landung ansetzen. Das Manöver endete in einem Unglück.

Auf dem Flughafen Saarbrücken-Ensheim ist am Donnerstagmittag ein einmotoriges Flugzeug vom Typ Mooney M20T abgestürzt. Das bestätigt Ludwig Vogel, Sprecher des Flughafens, gegenüber L'essentiel. «Der Pilot hat um 11.46 Uhr eine instrumentengestützte Landung versucht», erklärt Vogel. Dabei stürzte das Flugzeug ab. Offenbar hatte der 57-jährige Pilot im dichten Nebel die Landebahn verfehlt. «Das Flugzeug ist 300 Meter von der Landebahn entfernt niedergegangen», berichtet Vogel.

Wegen des dichten Nebels, der zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte, sei der Crash vom Tower nicht einsehbar gewesen. Vogel: «Der Landeanflug wurde gemeldet und vom Flughafen bestätigt. Dann kam irgendwann nichts mehr über Funk.» Auf dem Flughafen sei sofort der Alarmplan ausgelöst worden. Die Feuerwehr suchte nach dem Flugzeug – und fand die Maschine zerschellt auf einer Grünfläche. Für den Piloten, einen Mann aus Stuttgart, kam jede Hilfe zu spät.

Eine Verantwortung beim Flughafen sieht Vogel nicht. «Fakt ist: Der Pilot war im Landeanflug. Und er allein entscheidet, ob er landet oder nicht.»

(sen/L'essentiel)

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