Bausch erklärt – Darf ich in Luxemburg Hoverboard fahren?

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Bausch erklärtDarf ich in Luxemburg Hoverboard fahren?

LUXEMBURG - Der Hype um die elektrischen Hoverboards erfasst jetzt auch Luxemburg. Infrastrukturminister François Bausch erklärt, wo man die Roller benutzen darf.

In New York gehören die Elektro-Scooter bereits zum Stadtbild. Ein Gerät kostet etwa 300 Dollar.

In New York gehören die Elektro-Scooter bereits zum Stadtbild. Ein Gerät kostet etwa 300 Dollar.

AFP/Timothy A. Clary

Sie werden immer beliebter, sind aber nicht ganz ungefährlich: Jetzt beschäftigen die sogenannten Hoverboards auch die Behörden in Luxemburg. Mit den zweirädrigen Elektro-Rollern ist man zwar nicht schwebend unterwegs wie Marty McFly in «Zurück in die Zukunft» – dennoch könnten die Gadgets eine Gefahr für den Verkehr darstellen. Der DP-Abgeordnete Lex Delles ist offenbar besorgt und richtete kürzlich eine entsprechende parlamentarische Anfrage an Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng).

Bausch erklärt nun in seiner Antwort, dass das Benutzen von «Hoverboards» auf öffentlichen Straßen in Luxemburg durch den «Code la Route» verboten ist. In Ausnahmefällen darf man die Geräte aber dennoch benutzen: Zum Beispiel in gekennzeichneten Fahrverbotszonen, Fahrrad- oder Gehwegen (gemeinsam oder getrennt) oder in verkehrsberuhigten Wohngebieten und Fußgängerzonen. Auf diesen Verkehrswegen sind Hoverboard-Fahrer damit Fußgängern gleichgestellt.

Bausch fügt hinzu, dass für die Stehroller keine Zulassungs- oder Registrierpflicht bestehe. Weil aber immer mehr Hoverboards in Luxemburg unterwegs sind, habe der Minister die Gruppe «Technik» der «Commission de Circulation de l'Etat» beauftragt, zu untersuchen, ob die Geräte eine spezielle gesetzliche Verankerung benötigen.

Vor nicht allzu langer Zeit hatten auch die Segway-Roller Fragen in Luxemburg aufgeworfen. Die Straßenverkehrsordnung musste daher entsprechend angepasst werden. Fazit: Die Segways werden seitdem behandelt wie Elektro-Fahrräder. Auf dem Bürgersteig und anderen Fußgängerzonen ist das Fahren mit Segways verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld von 74 Euro rechnen.

(jt/L'essentiel)

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