In Luxemburg – Darf uns der Versorger das Wasser abdrehen?

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In LuxemburgDarf uns der Versorger das Wasser abdrehen?

LUXEMBURG – Was passiert in Luxemburg, wenn Haushalte ihre Wasser-Rechnung nicht bezahlen? Wir haben nachgefragt.

Im Großherzogtum ist die Trinkwasserversorgung kommunal geprägt.

Im Großherzogtum ist die Trinkwasserversorgung kommunal geprägt.

In Frankreich wurden vor Kurzem die beiden Wasserunternehmen Veolia und Sur mit einer Geldstrafe belegt. Grund der Verurteilung: Sie beschränkten einigen Haushalten das Wasser, nachdem diese ihre Rechnungen nicht bezahlt hatten. Wäre solch ein Fall auch in Luxemburg denkbar?

In Luxemburg ist die Wasserversorgung kommunal geregelt, dementsprechend kulant wird mit Zahlungssäumnissen verfahren. In der Hauptstadt werden zum Beispiel mehrere Zahlungserinnerungen geschickt, bevor es zu einem Gerichtsverfahren kommt. Und könnte das Wasser abgedreht werden? Dies sei laut eines Sprechers der Stadt Luxemburg unmöglich. «In Ausnahmefällen wird die Durchflussmenge beschränkt».

Obwohl die Stadt Luxemburg insgesamt 20.000 Wasserzähler verwaltet, kam es jedoch nur sechs Mal zu einer solchen Situation. «In den meisten Fällen handelte es sich um leerstehenden Wohnungen», so der Sprecher. Im vergangenem Jahr wurden etwa 7,6 Millionen Liter Trinkwasser in die Haushalte der Hauptstadt geliefert. Dies entspricht einem durschnittlichen täglichen Verbrauch von 175 Liter pro Kopf.

(Thomas Holzer / L'essentiel)

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