Butterbrot-Phänomen – Darum fällt das Handy immer aufs Display

Publiziert

Butterbrot-PhänomenDarum fällt das Handy immer aufs Display

Warum fallen Smartphones fast immer aufs Display? Ein britischer Physiker hat sich dieses Alltagsrätsels angenommen und liefert die wissenschaftliche Erklärung.

Wenn das Handy aus der Hand gleitet und mit dem Display nach unten landet, geben die meisten sich selbst die Schuld an diesem Missgeschick. Doch nun ist klar, dass nicht nur das Pech schuld ist, wenn das Display splittert.

Doch was steckt hinter diesem Phänomen, das auch schon beim Butterbrot bekannt ist (siehe Box). Der britische Physikprofessor Robert Matthews hat sich dieses Alltagsrätsels angenommen und es wissenschaftlich untersucht.

Riesen hätten kein Problem

Schuld daran sei mitunter das sogenannte Murphy's Law: «Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es meist auch schief», erklärt Matthews in einem Video, «das Problem ist die zu niedrige Rotationsrate des Smartphones.» Habe man das Handy auf Brusthöhe, halte man es mit den Fingern unterhalb des Schwerpunktes.

Mehrheit landet auf dem Display

In rund zwei Drittel der Fälle würde das Handy darum direkt mit dem Bildschirm nach unten aufschlagen, erklärt er. Finanziert hat seine Forschung Hersteller Motorola, wohl nicht ganz ohne Hintergedanken. Denn mit dem Droid Turbo 2 hat der Hersteller in den USA ein neues Smartphone im Angebot, das ein extrem bruchsicheres Display haben soll.

(L'essentiel/tob)

Butterbrot-Phänomen

Robert Matthews ist Physikprofessor an der Aston University in Birmingham. Wenn es um die Begründung von Alltagsrätseln geht, ist er kein unbekannter. Schon im Jahr 2006 untersuchte Matthews, wieso Butterbrote so oft auf der Aufstrichsseite landen. Zum Test ließ er zusammen mit 1000 Kindern 21.000 gebutterte Toastbrote fallen. In 62 Prozent der Fälle landeten diese mit der Butterseite auf dem Boden. Dank dieser Erkenntnis gewann er die satirische Auszeichnung, den IG Nobelpreis.

Deine Meinung