Bodycheck – Darum ist Federer auf Rasen besser als auf Sand

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BodycheckDarum ist Federer auf Rasen besser als auf Sand

Roger Federer eröffnet heute in Stuttgart die Rasensaison und gilt nach dem Verzicht auf Roland Garros als großer Favorit in Wimbledon.

Die Buchmacher sind sich einig: An Roger Federer führt im Sommer kein Weg vorbei. Der Schweizer ist bei den Wettanbietern der Topfavorit in Wimbledon. Damit würde der Maestro bereits zum achten Mal die bedeutendste Trophäe im Tennissport in die Höhe stemmen und wäre damit vor Pete Sampras (7) der alleinige Rekordhalter in seinem grünen Reich.

Abgesehen davon ist Federer mit insgesamt 15 Titeln auf Gras und einer Matchbilanz von 152:23 bereits jetzt der erfolgreichste Rasenspieler der Geschichte. Nach der zweimonatigen Auszeit – und ohne die Umstellung auf Sand – ist Federer heute vor dem Start in Stuttgart gegen Tommy Haas dank seiner intensiven Vorbereitung auf Rasen gegenüber der Konkurrenz im Vorteil.

Warum diese Unterlage ohnehin perfekt zu seinem Spiel passt, hat mehrere Gründe:

• Im Vergleich zum Sand springt der Ball auf Rasen wegen der Dämpfung und der geringeren Reibung flacher weg.

• Weil der Ball flacher wegspringt, ist der Körperschwerpunkt tiefer, die Schlagbewegungen sind kürzer und schneller. Ein Fall für Federer.

• Das zügige Spiel führt zu mehr Stresssituationen und selten zu langen Ballwechseln. Risiko wird belohnt. Das kommt Federer, der gern ans Netz vorstößt, entgegen.

• Stress verlangt kreative Lösungen. Federer liebt es, zu improvisieren, und hat das breiteste Schlagrepertoire.

• Auf Rasen ist der Service effektiver als auf Sand.

Aufschlagwinner, Asse oder Serve and Volley sind Federers Trumpf.

• Die ungewohnte Unterlage verlangt eine feinere Schritttechnik. Federer profitiert dank seiner Balance und ausgefeilten Beinarbeit.

Spezielle Sohle für einen speziellen Belag: Rasenkönig Federer will in Wimbledon den 8. Titel.

(L'essentiel/Sebastian Rieder)

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