Vorsicht, Gegenverkehr – Darum warnt dich dein Handy bald mit «Kopf hoch»

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Vorsicht, GegenverkehrDarum warnt dich dein Handy bald mit «Kopf hoch»

Aufs Handy geschaut und blindlings auf die Straße gelaufen – schon ist der Unfall passiert. Das soll dank einer neuen Android-Funktion künftig nicht mehr vorkommen.

Smartphones sind überall dabei und jeder Handy-Besitzer und jede Handy-Besitzerin schaut laut Studien rund 88 Mal pro Tag auf das Gerät. Dies kann auch in Situationen vorkommen, in welchen dieses Verhalten gefährlich werden kann – beispielsweise beim Überqueren einer befahrenen Straße. Um dem entgegenzuwirken, hat Google eine neue Funktion für sein Android-Betriebssystem entwickelt. Dieses soll Smartphone-Userinnen und -User künftig darauf hinweisen, das Handy während des Gehens nicht zu benutzen.

Das neue Feature soll mit der nächsten Android-Version ausgerollt werden und heißt «Kopf hoch». Damit sollen Handy-Besitzerinnen und Besitzer immer wieder mal daran erinnert werden, sich auf ihre Umgebung zu konzentrieren und so allenfalls gefährlichen Situationen zu entgehen.

Ständig aufpassen

Wie der «Spiegel» beschreibt, wird die Funktion neu in den Digital-Wellbeing-Einstellungen von Android-Smartphones zu finden sein. Dort heißt es künftig: «Lass dich beim Gehen daran erinnern, nicht ständig auf dein Smartphone zu blicken.» Gleichzeitig wird der Nutzer oder die Nutzerin aber auch gewarnt, dass man sich nicht ausschließlich auf dieses Feature verlassen soll. «Aber Vorsicht, das bedeutet nicht, dass du in der Zwischenzeit nicht mehr aufpassen musst», heißt es nämlich.

Der Twitter-User Jay Prakash Kamat ist einer der Ersten, der die neue Funktion auf seinem Pixel-Handy, auf dem das nächste Update bereits erhältlich ist, entdeckt hat. Er hat sogleich einen Screenshot der neuen Push-Mitteilung mit seinen Twitter-Followern geteilt.

Um solche Mitteilungen künftig ebenfalls zu erhalten, müssen die Benachrichtigungen zu «Körperlichen Aktivitäten» in den Android-Einstellungen erlaubt sein. Dies bedeutet, dass das Telefon beispielsweise die Schrittzahl seines Besitzers oder seiner Besitzerin mitzählen oder Aktivitäten, wie Laufen oder Fahrradfahren, erkennen darf. Mittels dieser Einstellungen kann das Telefon künftig also auch erkennen, ob jemand zu Fuß unterwegs ist und dabei ständig auf den Screen des Smartphones schaut.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

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