Ziehen, spannen, schmerzen – Darum werden Brüste vor der Periode größer
Publiziert

Ziehen, spannen, schmerzenDarum werden Brüste vor der Periode größer

Hast du einmal im Monat das Gefühl, neue BHs kaufen zu müssen? Dafür gibt es einen einfachen Grund.

Manchmal braucht es keinen Blick auf die Zyklus-App. Neben ziehenden Unterleibsschmerzen sind auch empfindliche und größere Brüste oft ein klares Anzeichen dafür, dass die Tage bald kommen. Mastodynie (so der medizinische Ausdruck für Brustschmerzen) gehört zu den häufigsten Perioden-Beschwerden. Was steckt dahinter?

Schuld sind die Hormone

Warum fühlen sich Brüste vor der Menstruation so empfindlich an? Das lässt sich, wie so oft beim weiblichen Körper, auf die Hormone zurückführen. Während in der ersten Zyklushälfte hormonell die Östrogene dominieren, ist in der zweiten Phase das Gelbkörperhormon am Zug. Dieses Wechselspiel der Hormone hat Wassereinlagerungen in der Brust, sogenannte Ödeme, zur Folge: Der BH sitzt enger als sonst und du fühlst ein Spannungsgefühl im Brustbereich. Die Haut kann außerdem mit feinen Äderchen durchzogen sein und etwas geschwollen aussehen. Auch Beine, Füße und Hände können dadurch anschwellen, was du auch an deinen Kleidern merkst.

Busen trainiert Milcheinschuss

Auch das während der zweiten Zyklusphase ansteigende Prolaktin beeinflusst das Brustgewebe: Das Hormon bereitet die Drüsenzellen auf die Milchbildung vor. So wird das Gewebe stärker durchblutet und die Drüsenzellen beginnen, sich auf eine mögliche Schwangerschaft einzustellen.

Egal ob schwanger oder nicht: Die Brüste bilden Sekret und setzen zum Wachstum an. Durch die Zunahme des Volumens entsteht ein Dehnungsschmerz, der oftmals selbst das Tragen eines BHs zur Qual macht. Die Brust wird zudem empfindlicher gegen Berührungen und äussere Reize.

Tipps gegen schmerzende Brüste

Wichtig ist es, für jede Zyklusphase passende BHs zu haben. Investiere also in gut sitzende Sport-Tops oder sonstige BHs, die dir bequem sind und Halt bieten. Massiere deine Brüste sanft mit Eiswürfeln (in ein Tuch eingewickelt) um Schmerzen zu lindern. Achte darauf, genug zu trinken, am besten viel Wasser oder Tee. Zu viel Kaffee hingegen kann zu noch mehr Wassereinlagerungen führen. Wenn diese Hausmittel nichts helfen, solltest du Rat bei medizinischen Fachpersonen suchen. Gönne dir viel Ruhe und sei dir bewusst, dass du eine Heldin bist!

(L'essentiel/Geraldine Bidermann)

Deine Meinung