Kekova – Das Atlantis der Türkei

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KekovaDas Atlantis der Türkei

An der türkischen Küste liegt die Stadt Kekova-Simena. Sie ist untergegangen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Vor langer Zeit gab es am Mittelmeer die antike Stadt Simena, die allgemein als Kekova-Simena bekannt war. Sie lag an der türkischen Küste (damals noch Lykien) und während die meisten Bewohner ihren Lebensunterhalt mit der Fischerei verdienten, wurde das Städtchen später auch zu einem Außenposten des Johanniterordens.

Halb versunken, aber ganz verlassen

Ein Teil der antiken Stadt liegt heute noch auf dem Festland. Über den Ruinen befindet sich das Fischerdorf Kaleköy, das einer der meistbesuchten Orte der Türkei ist. Die Burg der Johanniter ist noch immer in ausgezeichnetem Zustand.

Der Rest von Kekova-Simena liegt unter dem Meeresspiegel: Bei einem starken Erdbeben im zweiten Jahrhundert rutschte ein großer Teil der Stadt ins Meer. Während von manchen Gebäuden noch das Dach zu sehen ist, lassen sich andere nur noch durch die Ruinen am Meeresgrund erahnen.

Unter Schutz gestellt

Die gesamte Region wurde 1990 unter Schutz gestellt – schwimmen und tauchen war verboten, Besucher durften die Stadt nur nach Anmeldung und mit einem Führer betreten. Heute wurden die Restriktionen ein wenig gelockert. Tauchen ist allerdings immer noch verboten.

(L'essentiel/mst/)

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