Corona & Chipkrise – Das Autofestival startet in trübem Fahrwasser
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Corona & ChipkriseDas Autofestival startet in trübem Fahrwasser

LUXEMBURG – Die Automobil-Branche erholt sich nur langsam von der Pandemie und hat aufgrund der Chip-Krise mit erheblichen Lieferzeiten zu kämpfen.

In manchen Fällen sind Wartezeiten von bis zu einem Jahr möglich.

In manchen Fällen sind Wartezeiten von bis zu einem Jahr möglich.

Das Autofestival, das von Montag, dem 24. Januar bis zum 5. Februar stattfindet, findet auch dieses Jahr in trübem Fahrwasser statt, da nach wie vor die Pandemie und die Chip-Krise die Automobil-Branche hart treffen. Die Autohändler haben ein Jahr hinter sich, in dem endlich wieder Bestellungen eintrafen. Dies ist ein gutes Omen für den Start der wichtigen Veranstaltung, bei der die Kauf- und Finanzierungsbedingungen nach wie vor günstig sind. «Die Verkäufe waren 2021 gut, also kann es sein, dass die Leute den Kauf vorgezogen haben und nicht zum Festival kommen. Da das letzte Jahr durchwachsen war, hoffen wir auf etwas Gleichmäßigeres», betont Philippe Mersch, Präsident der Fédération des distributeurs automobiles et de la mobilité (Fedamo), der «mit Demut» an die Veranstaltung herangeht.

Die Hauptproblematik hängt nach wie vor mit dem weltweiten Mangel an Mikroprozessoren zusammen, der die Auslieferung vieler Neufahrzeuge beeinträchtigt. Da sich die Fristen verlängert haben, dürften die Schwierigkeiten auch in diesem Jahr anhalten, wenn auch in geringerem Maße als 2021. Wie lange sich Kunden gedulden müssen, hängt von Marken und Modellen ab. «Autos, die auf Lager sind, sind innerhalb weniger Tage lieferbar, in Europa produzierte Modelle können je nach Ausstattung innerhalb von zwei bis drei Monaten geliefert werden. Und dann gibt es exklusive Produkte, die länger dauern können», so Mersch. Die Wartezeit könne zwischen sechs Monaten und bis zu einem Jahr liegen. «Man darf sich nicht nur auf die Lieferzeiten konzentrieren, sondern muss auch sicherstellen, dass das Fahrzeug den Bedürfnissen des Kunden entspricht.»

Mittlerweile haben viele Autohändler reagiert und durch große Bestellungen bei den Herstellern sozusagen «Vorräte angelegt», so Marc Devillet, Chef von Autopolis.

Kein CovidCheck

In den 170 Showrooms der 80 Händler, die beim Autofestival mimachen, werden die Gesundheitsmaßnahmen weiterhin an erster Stelle stehen. «Um das Autohaus zu betreten, gibt es weder 2G- noch 3G», sagt Philippe Mersch, Präsident der Fedamo. Die Angestellten haben 3G, die Kunden müssen Masken tragen, als wären sie in einem Einkaufszentrum, Abstand halten und aufpassen. Aber es gibt keine Kriterien für CovidCheck oder andere Protokolle dieser Art».

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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