ABBL – «Das Goldene Zeitalter für Banken ist vorbei»
Publiziert

ABBL«Das Goldene Zeitalter für Banken ist vorbei»

LUXEMBURG – Für die Bankenvereinigung ABBL sind die besten Zeiten des luxemburgischen Finanzplatzes Geschichte. Unmut herrscht auch wegen der Rentenreform.

Carlo Thill (Vize-Präsident), Ernst Wilhelm Contzen (Präsident) und Jean-Jacques Rommes (Direktor) stehen der geplanten Rentenreform kritisch gegenüber.

Carlo Thill (Vize-Präsident), Ernst Wilhelm Contzen (Präsident) und Jean-Jacques Rommes (Direktor) stehen der geplanten Rentenreform kritisch gegenüber.

Der Finanzplatz wird sein Hoch von vor der Wirtschaftskrise nie wieder erreichen. Dies ist eine der Botschaften, die die Vereinigung der Banken und Banker Luxemburg (ABBL) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz verbreitete. «Die Welle an Vorschriften, besonders durch das Abkommen Basel III, wird bis 2020 enorme Kosten verursachen», sagte Ernst Wilhelm Contzen, Präsident der ABBL.

Auf dem luxemburgischen Bankenplatz sind seit Dezember 2008 rund 1 000 Stellen abgebaut worden. Derzeit beschäftigt der Sektor 26 254 Mitarbeiter. Die Bilanzsummen der Banken sind zwischen 2008 und 2010 von 930 Milliarden auf 766 Milliarden Euro gesunken. Daher hat die ABBL Nischen aufgetan, wie die Verwaltung von internationalen Pensionskassen, die sich weiter ausbauen lassen.

Falsche Annahmen

Thema war bei der Pressekonferenz zudem die Rentenreform in Luxemburg. «Wie will man Renten finanzieren, wenn man sich auf falsche Hochrechnungen stützt, die ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent und einen Beschäftigungszuwachs von 2 Prozent vorhersagen? Die von der Regierung vorgeschlagene Rentenreform passt nicht», sagte Contzen.

L'essentiel Online/Joseph Tripodi

Deine Meinung