Sperrung der A1 – «Das große Chaos ist ausgeblieben»

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Sperrung der A1«Das große Chaos ist ausgeblieben»

LUXEMBURG – Mitten in der Stoßzeit hat die Polizei am Dienstag die Trier-Autobahn gesperrt. Doch der große Stau blieb aus. Woran lag das?

Eine Vollsperrung einer der am meisten befahrenen Straßen des Großherzogtums – und das zur Stoßzeit: Viele prophezeiten bei der Blockierung der A1 am Dienstagnachmittag wegen eines schweren Unfalls am Vortag den verkehrstechnischen Untergang in Luxemburg. Doch das Chaos blieb aus. «Es hielt sich einigermaßen in Grenzen», sagt ein Sprecher des luxemburgischen Automobilclubs ACL gegenüber L'essentiel. Natürlich habe es auf der Autobahn Stau gegeben – aber der sei nie länger als vier bis fünf Kilometer gewesen.

«Viele Autofahrer sind von der Autobahn abgefahren und auf die Landstraßen ausgewichen, diesem Bereich überlastet waren», erklärt der ACL-Sprecher. Selbst in Grevenmacher, durch das die Umleitung von der Autobahn führte, ging es einigermaßen gesittet zu. «Wir habe auch hier mit mehr gerechnet», erklärt der Verkehrsexperte. «Aber die Autos stauten sich schon auf der Autobahn – und tropften dann langsam nach Grevenmacher hinein.» So habe man durch das Moselstädtchen fahren können, ohne Stunden zu brauchen. Sicher, die Reisenden in Richtung Trier mussten am Dienstag mehr Zeit mitbringen – der ACL schätzt, dass die Umleitung die Autofahrer zwischen 30 und 45 Minuten kostet hat.

Als der Hellinger Kreisel blockiert war, reichte der Stau bis zum Kirchberg

Als vor einigen Wochen beispielsweise in LKW den Hellinger Kreisel auf der A13 im Süden des Landes blockierte, brach tatsächlich ein Verkehrschaos aus. Der Verkehrs state sich von Hellingen bis zum Bettemburger Kreuz und blockierte schließlich auch die A3 in Richtung Frankreich. Von dort reichte die Blechlawine bis zur Stadt – und blockierte schließlich auch A1 und A6. «Aufgrund der Schwere der Sperrung ist es vom Stau her am Dioenstag noch glimpflich abgelaufen», so der ACL-Sprecher.

Aber woran lag das? Zum einen seien die Medien – auch in Deutschland – rechtzeitig informiert worden. Die Pendler, um diese Zeit den größten Anteil am Verkehr in Richtung Trier haben, seien so gewarnt gewesen. Viele seien erst gare nicht zur Stoßzeit losgefahren, sondern haben abgewartet. Außerdem regelte die Polizei den Verkehr bei der Sperrung auf der A1 – und an der Auffahrt der Landstraße nach Grevenmacher. «Das bringt mit sich, dass es etwas flüssiger geht, sagt der Sprecher des ACL.

Auch auf Facebook und Twitter war der Stau gestern Thema:

(Tobias Senzig/L'essentiel)

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