Krawalle unter Eiffelturm – Das hässlichste Bild vom EM-Finale

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Krawalle unter EiffelturmDas hässlichste Bild vom EM-Finale

Randalierer haben die Fußball-EM auch in der letzten Nacht des Turniers als Bühne genutzt. Auf den Champs-Élysées und beim Eiffelturm greift die Polizei mit Tränengas ein.

Tränengas unter dem Pariser Eiffelturm.

Tränengas unter dem Pariser Eiffelturm.

AFP/Thomas Samson

Es war die unschöne Seite des EM-Finales: Die Pariser Polizei musste während der Feiern zum portugiesischen Sieg auf den Champs-Élysées mit Tränengas gegen Randalierer vorgehen. Weite Teile des Prachtboulevards waren am Sonntagabend von den Gasschwaden betroffen. Viele Feiernde und Passanten verließen den Ort in Richtung der Nebenstraßen.

Tags zuvor hatte es zudem immer wieder heftige Feuerwerksexplosionen gegeben. Viele Menschen hatten auch deswegen den Champs-Élysées und der dort erhofften Feier den Rücken gekehrt.

Fans wurde Einlass verwehrt

Vor allem am Rande der Fanmeile unter dem Eiffelturm kam es zu Krawallen enttäuschter Fans, denen der Einlass wegen drohender Überfüllung verweigert worden war. Einige der abgewiesenen Fans ließen demnach ihrer Wut freien Lauf. Sie setzten Mülleimer und Motorroller sowie ein Auto in Brand, attackierten vor Ampeln stehende Fahrzeuge und bewarfen die Polizisten mit Flaschen. Ein Autofahrer fuhr in seiner Panik zwei Passanten um, von denen einer ins Krankenhaus musste. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die meist jungen Randalierer ein. Zeitweise war der untere Teil des Eiffelturms in weiße Schwaden gehüllt.

Laut lefigaro.fr gab es rund 50 Festnahmen. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Eiffelturm am Montag gesperrt.

Auch nach dem EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich hatte es am Rande der Siegesfeiern auf den Pariser Champs-Élysées Zusammenstöße gegeben. Dabei wurden Polizisten mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen.

In den vergangenen Wochen war es bei Demonstrationen gegen eine in Frankreich umstrittene Arbeitsmarktreform immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen.

(L'essentiel/dpa)

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