Kampagne in Luxemburg – «Das Handy am Steuer ist eine Sucht»

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Kampagne in Luxemburg«Das Handy am Steuer ist eine Sucht»

LUXEMBURG – Eine neue Kampagne für mehr Respekt auf der Straße, aber vor allem gegen das Handy am Steuer ist am heutigen Donnerstag gestartet.

Die Sanktionen für Handy-Nutzung am Steuer werden bald verschärft.

Die Sanktionen für Handy-Nutzung am Steuer werden bald verschärft.

Die Sensibilisierungskampagne mit dem Namen «La belle action» (Die schöne Tat) soll in Anlehnung an Fair Play im Sport für mehr Verkehrssicherheit und vor allem mehr Aufmerksamkeit sorgen. «Es geht darum, die ganze Zeit aufmerksam zu sein», fasst Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) zusammen.

Im Visier des Ministeriums ist die zu hohe Zahl von Unfällen, die durch Unachtsamkeit am Steuer verursacht werden, was größtenteils auf die Nutzung von Smartphones zurückzuführen ist. Während die Zahl der schweren und tödlichen Unfälle in Luxemburg in den letzten 20 Jahren zurückgegangen ist, sind die durch mangelnde Aufmerksamkeit verursachten Unfälle seit 2013 auf hohem Niveau geblieben, mit Spitzenwerten von 209 im Jahr 2015 und 206 im Jahr 2019. Von 2016 bis 2019 war der Anstieg sogar stetig. Der Rückgang im Jahr 2020 ist mit der Corona-Pandemie und den drastischen Rückgang des Verkehrs zu erklären.

« Die Straße gehört allen »

«Das Handy am Steuer ist eine Sucht», beklagt Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité routière, der auch betont, wie wichtig es ist, «einander auf der Straße zu respektieren». Ein Punkt, der auch von Minister François Bausch angesprochen wurde. «Die Straße gehört allen», fasste er zusammen. Dies gilt auch für Radfahrer, die in den letzten Jahren zahlreicher geworden sind und deshalb zwangsläufig an mehr Unfälle beteiligt sind.

Die Sensibilisierungskampagne konzentriert sich zwar darauf, eine positive Botschaft zu vermitteln, doch Sanktionen spielen natürlich auch eine Rolle. Die Nutzung des Mobiltelefons am Steuer wird bald mit einem Verlust von vier Punkten auf dem Führerschein bestraft, und in den nächsten Monaten und Jahren werden weitere Radargeräte aufgestellt.

Zusätzlich zur A13 wird in Hollerich ein Rotlichtblitzer aufgestellt, in den Tunneln auf der A7 werden Abschnittsradare installiert und der Polizei werden zwei neue Baustellenradargeräte zur Verfügung gestellt. «Es ist ein Vorhaben, das Früchte trägt, wir werden in dieser Richtung weitermachen», so Bausch.

(th/L'essentiel)

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