Luxemburg: Das ILR sammelt Informationen, die Verbrauchern und Unternehmen helfen
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LuxemburgDas ILR sammelt Informationen, die Verbrauchern und Unternehmen helfen

LUXEMBURG – Wie viel zahlt ein Kunde einem Internetanbieter? Kann eine bestimmte Idee den luxemburgischen Markt erobern? Das ILR sammelt tonnenweise Marktdaten, um Unternehmen und Verbrauchern zu helfen.

Telekommunikation ist einer der Märkte, die vom ILR beobachtet werden.

Telekommunikation ist einer der Märkte, die vom ILR beobachtet werden.

«Es ist für den Verbraucher und für die Marktteilnehmer interessant zu wissen, wie sich der Markt entwickelt. Wir dokumentieren, was passiert ist, wir sehen Trends», erklärt Marc Kohll vom luxemburgischen Regulierungsinstitut (ILR). Er beobachtet die Märkte, um ihre Entwicklungen zu verfolgen. «Das ermöglicht es den Akteuren und denen, die daran interessiert sind, zu wissen, was in Luxemburg passiert.»

Dies kann die Entscheidungen bereits vorhandener Akteure für eine mögliche Änderung ihrer Strategie unterstützen oder anderen helfen, sich im Großherzogtum niederzulassen. Aus den von dem ILR zusammengestellten Daten geht beispielsweise hervor, dass Telekommunikationsbetreiber in Luxemburg im Durchschnitt einen relativ hohen Betrag pro Kunde verdienen. Beim Festnetz-Internet sind es durchschnittlich 50,4 Euro Einnahmen pro Monat, ohne Steuern. Eine wichtige Information «für einen Betreiber, der sich für den Markt interessiert», sagt Luc Tapella, Direktor des ILR.

Diese Marktüberwachung fällt voll und ganz in den Aufgabenbereich der Regulierungsbehörde. «Wenn man einen Sektor reguliert, muss man ihn kennen und die Fakten haben, um Entscheidungen treffen zu können», sagt Marc Kohll. «Wir liefern diese Fakten, diese Zahlen, um die richtigen Entscheidungen bei der Marktregulierung zu treffen». So auch bei der Glasfasertechnologie.

«Nationale und internationale Akteure, Subunternehmer…»

Wenn ein Betreiber viel in Glasfasernetze investiert, verfolgt das ILR die Zahlen, die Anzahl der Anschlüsse usw., muss aber auch sicherstellen, dass andere Betreiber Zugang zu der Infrastruktur haben. Das ILR legt auch die Tarife für diesen Zugang fest und kontrolliert, ob der Wettbewerb auf dem Markt die Tarife wettbewerbsfähiger, also für den Verbraucher attraktiver gemacht hat. Diese Überwachung und Informationsbeschaffung betreibt das ILR beispielsweise auch in den Bereichen Energie und Eisenbahn. Kurz gesagt, in allen liberalisierten Märkten.

«Am Anfang war es einfach, es gab nur sehr wenige Akteure», blickt Marc Kohll, der das seit 22 Jahren macht, zurück. «Heute, mit der Öffnung all dieser Märkte, gibt es nationale und internationale Akteure, Subunternehmer und all das. Wir müssen all diese Strukturen verstehen». Zudem liefert das ILR auch Daten an internationale Organisationen wie die Europäische Kommission und die OECD, die diese Statistiken für internationale Berichte verwenden. Auch das Statistikinstitut Statec nutzt die Daten. «Das sehr fachspezifisch. Wir liefern unsere Daten an Statec in den Bereichen, in denen unser Wissen viel weiter reicht».

(L´essentiel/Jérôme Wiss)

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