Apples neuster Streich – Das iPhone5 im Test

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Apples neuster StreichDas iPhone5 im Test

Kaum ist das neue iPhone vorgestellt, hat «L'essentiel Online» ihm bereits auf den Zahn gefühlt. Kann Apple die Konkurrenz das Fürchten lehren?

Das iPhone 5 ist da und es liegt für die Journalisten zum Test aus. Ich war schon nahe dran, da drängte sich ein britischer Kollege brutal dazwischen. Eine gefühlte Ewigkeit später und unter den wachsamen Augen der Apple-Mitarbeiter war es doch so weit.

Der erste Eindruck: Apple hat es wieder getan. Die Kalifornier bringen ein Smartphone auf den Markt, das neue Maßstäbe setzt. Geblieben ist das minimalistische Industrie-Design des Vorgängermodells. Doch das iPhone 5 ist nicht einfach ein verlängertes und etwas dünneres 4S. Das Neue liegt perfekt in der Hand. Das liegt in erster Linie am Gehäuse aus eloxierten Aluminium. Die edle Metall-Glas-Kombination lässt die Kunststoff-Konkurrenz ziemlich alt aussehen.

Auf der Unterseite ist neben der Kopfhörer-Buchse der Anschluss für das Lade- und Synchronisierungskabel zu finden. Der neue Stecker wird nicht mehr Dock Connector genannt, sondern Lightning Connector. Das ist natürlich ein Marketing-Begriff, doch fließen die Daten mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit - schneller als USB 3.

Ein Detail, das vor allem für die Ungeschickten und Ungeduldigen gedacht ist: Das Ladekabel kann nicht mehr falsch angeschlossen werden - es gibt kein oben oder unten mehr.

Der A6 macht sich bemerkbar

Drückt man auf den Home-Button, erwacht das hochauflösende Retina-Display zum Leben. Dank dem grösseren Display (4 Zoll Bildschirm-Diagonale) und der gestochen scharfen Schrift sind viel mehr Informationen aufs Mal abgebildet, ohne dass man wie beim 4S scrollen muss. Der schnellere Prozessor (A6) macht sich beim Starten und Bedienen der Apps deutlich bemerkbar.

Was die Software betrifft, ist auf die Schnelle kein Urteil möglich. Die mit iOS 6 angekündigten Neuerungen sind umfangreich. Sie reichen von der Facebook-Integration über eine - angeblich - verbesserte Sprachassistentin Siri bis zu Apples eigener Karten-App. Der Google-Maps-Ersatz hat ebenfalls eine vollwertige Navigationshilfe zu bieten.

Im Kurztest vermochte die Flyover-Funktion zu überzeugen. Mittlerweile können rund 40 Metropolen überflogen werden.

Satter Sound

Das neugestaltete iTunes kommt ansprechend daher, mit größeren Cover-Bildern zu Songs, Filmen und eBooks.

Neu lassen sich Filme in HD-Qualität im gängigen Kino-Breitbildformat 16:9 betrachten. Und auch der Sound vermag dank der verbesserten (drei) Lautsprecher zu überzeugen.

Fazit: Apple scheint mit dem iPhone 5 ein großer Wurf gelungen zu sein. Ein abschließendes Urteil ist erst nach ausführlichen Tests möglich.

Insbesondere gilt es, die neue, leistungsfähigere iSight-Kamera unter die Lupe zu nehmen, die Fotos mit 8 Megapixel schießt. Aber auch die Akkuleistung ist interessant. Laut Ankündigung von Apple hält das neue iPhone bei der Nutzung im Mobilfunknetz bis zu acht Stunden durch, im WLAN sollen es gar zehn Stunden sein.

(L'essentiel Online mit Daniel Schurter in London)

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