Großherzogin Maria Teresa – «Das ist die andere Seite der Monarchie»
Publiziert

Großherzogin Maria Teresa«Das ist die andere Seite der Monarchie»

NEW YORK/LUXEMBURG – Die Sendung «Good Morning America» des US-Senders «ABC» hat am Dienstag einen Blick auf das Leben der Großherzogin «hinter den Kulissen» geworfen.

In einem regelmäßigen Beitrag gewährt der US-Sender «ABC» in seiner Show «Good Morning America» einen Einblick hinter die Kulissen. Am Dienstag lag der Fokus des Interesses auf Luxemburg und die großherzogliche Familie. Und so empfing Großherzogin Maria Teresa die Journalistin Maggie Rulli in den Salons des Schlosses Colmar-Berg – nicht ohne über vertrauliche und persönliche Details zu sprechen. «Ich habe mir gesagt: ‹Sich in einen Prinzen zu verlieben, ist das Schlimmste, was einem passieren kann. Ein echtes Problem›», sagte sie mit einem Lächeln über ihr erstes Treffen mit Großherzog Henry. Dann habe sie sehr schnell verstanden, dass es um ihn ginge und um nichts anderes, auch wenn es auch eine Ehe mit den Pflichten des Großherzogtum gewesen wäre.

«Zu einer königlichen Familie zu gehören, ist eine besondere Verantwortung. Man gibt seine Freiheit auf, es ist ein Leben der Verpflichtung gegenüber deinem Land», sagt sie. «Sie sind für alle da, ohne sich jemals zu beschweren.» Insbesondere mit Blick auf die Wendungen im britischen Königshaus mit dem Paar Harry und Meghan erinnert die Großherzogin von Luxemburg daran, dass das Leben «der königliche Familie nicht nur aus roten Teppichen und schönen Dingen besteht. Auch mehrstündige Staatsdinner können ordentliche Kopfschmerzen bereiten.» Man müsse sich bewusst sein, was man opfere und was man aufgebe, sagte sie: «Das ist die andere Seite der Monarchie.»

In dem fünfminütigen Interview in englischer Sprache erklärt Maria Teresa auch, dass die Anliegen, für die sie sich einsetzt, eine Selbstverständlichkeit wären: «Ich muss den Menschen helfen, die in den schlimmsten Situationen leben. Manchmal werden wir mit Fällen konfrontiert, in denen wir nicht das tun können, was wir gerne tun würden. Aber man kann das System, dem man angehört, nicht anprangern, weil man das Glück hat, Teil davon zu sein.»

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

Deine Meinung