Baden in Luxemburg – «Das kalte Wasser weckt die Lebensgeister»
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Baden in Luxemburg«Das kalte Wasser weckt die Lebensgeister»

ESCH/SAUER – Das frühsommerliche Wetter lockte am Sonntag zahlreiche Menschen an die Ufer des Obersauer Stausees.

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Viele Familien und Freundesgruppen nutzten am Sonntag das gute Wetter für einen Ausflug zum Obersauer Stausee.

Viele Familien und Freundesgruppen nutzten am Sonntag das gute Wetter für einen Ausflug zum Obersauer Stausee.

L'essentiel

Es duftet nach Gegrilltem und auf der Wiese am Obersauer Stausee liegen viele Menschen. Am Sonntag machte sich der Optimismus in Insenborn breit. «Es fühlt sich an, als ob sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen», sagen Mirlene, Noami und Sandie.

Einige Besucher wagten sogar den Sprung ins kühle Nass, obwohl das Wasser gerade einmal zehn Grad warm war. «Es ist der erste warme Tag, also genießen wir es», sagt Jürgen. «Das kalte Wasser weckt die Lebensgeister. Es ist ziemlich kalt, aber es ist noch erträglich», sagt François aus Brüssel, der im Neoprenanzug im Wasser steht.

« Wir mussten dringend raus »

Fatimas Familie aus Waldbredimus hat sich um den Grill versammelt. «Die Infektionszahlen sinken langsam und es gibt immer mehr Geimpfte. Es geht aufwärts», sagt die junge Frau, die nun «einen Tag am Stausee schätzen gelernt» hat. «Wir haben uns ein großes Schlauchboot gekauft. Vielleicht bleiben wir auch in diesem Sommer in Luxemburg. Die Pandemie hat gezeigt, dass wir nicht unbedingt in Ausland müssen. Viel wichtiger ist es, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man gerne hat», ergänzt sie.

Ein Boot und ein Grill haben auch Steve und seine Familie aus Mamer dabei: «Wir sind heute zum ersten Mal hier, obwohl wir den See schon ewig kennen.» Für David und seine Familie ist das Essen am See eine Wohltat. «Wir leben in einer Wohnung in der Stadt und mussten dringend raus. Es gibt kleine Parks in der Nähe unseres Hauses, aber hier ist es die Natur natürlich etwas ganz anderes.» «Es tut gut, zusammen zu sein und andere Menschen zu sehen», erklärt Frédéric aus Schuweiler, der mit seinen Eltern gekommen ist.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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