Radsport in Luxemburg – Das lange Warten auf das Velodrom hat ein Ende
Publiziert

Radsport in LuxemburgDas lange Warten auf das Velodrom hat ein Ende

MONDORF – Sportminister Dan Kersch hat die Umrisse des Velodrom-Projekts in Mondorf skizziert. Einen konkreten Zeitplan für die Fertigstellung gibt es aber noch nicht.

Der Komplex des Velodroms soll auch ein Schwimmbad und eine Sporthalle beherbergen.

Der Komplex des Velodroms soll auch ein Schwimmbad und eine Sporthalle beherbergen.

Metaform architects

Das 2017 angekündigte Projekt eines überdachten Velodroms in Mondorf hat am Mittwoch eine wichtige Wendung genommen, als der Regierungsrat den Vorentwurf des Gesetzes zur Finanzierung des auf 55 Millionen Euro geschätzten Projekts bestätigte. Einen Tag später, am heutigen Donnerstag, präzisierte Sportminister Dan Kersch die Umrisse des Komplexes, der auch ein Schwimmbad und eine Sporthalle beherbergen wird.

Die Sportfelder in der Mitte der Bahn «werden von den Schülern des neuen Lycée de Mondorf genutzt», betonte Sportminister Kersch. «Durch diese Synergie werden wir 27 Millionen Euro einsparen». Nun liege es an der Gemeinde Mondorf, den Bau voranzutreiben. Einen konkreten Zeitplan für die Fertigstellung der Arbeiten nannte Kersch allerdings noch nicht.

«Wir warten seit 50 Jahren darauf»

Für den luxemburgischen Radsportverband (FSCL) endet mit der Entscheidung auch ein langer Kampf: «Wir warten seit 50 Jahren darauf», erklärte FSCL-Präsident Camille Dahm. Seit etwa zwanzig Jahren werde es immer schwieriger, zum Training rauszugehen. «Wir sind der Verband, der dem Land die meisten internationalen Erfolge gebracht hat», sagte Dahm, «und wir waren einer der wenigen, die keine überdachte Infrastruktur hatten».

(Nicolas Grellier/L'essentiel)

19 Millionen Euro für Nationales Sportmuseum

Das geplante nationale Sportmuseum soll in einem großen Gebäudekomplex in Esch-Lankelz untergebracht werden, wie Sportminister Dan Kersch am Donnerstag erklärte. Die Kosten für dieses Museum, das dem luxemburgischen Sport gewidmet sein wird, werden sich demnach auf etwa 19 Millionen Euro belaufen. Zwei Historiker arbeiten seit zwei Jahren an diesem Projekt und sammeln unter anderem Sammlerstücke.

Deine Meinung