E-Autos – «Das Ministerium blamiert sich mit diesem Verhalten»

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E-Autos«Das Ministerium blamiert sich mit diesem Verhalten»

LUXEMBURG – Ein Leser prangert an: Das Umweltministerium blockiere eine Ladestation für Elektroautos. Das Ministerium rechtfertigt sich.

«Es ist drei Wochen her, seit das Auto des Ministeriums bewegt wurde», prangert Marc* an und schickt L'essentiel Fotos. Er ist Mitarbeiter einer Bank in Kirchberg. Zur Arbeit fährt er mit dem Elektroauto. Aber wenn er für dieses eine Ladestation sucht, ärgert er sich oft. Denn auf dem Parkplatz an der Place de l'Europe gibt es nur vier Ladestationen. Eine davon sei beständig von einem Auto des Umweltministeriums besetzt. Das sei kein gutes Beispiel für die Bürger, so der Leser, denn diese müssten ihre Autos deswegen mit Benzin oder Diesel betanken.

L'essentiel hakt beim Umweltministerium nach. Das Ministerium räumt ein, es habe nicht immer Kapazitäten, um das Aufladen des Wagens zu überprüfen. Es sei aber nicht so, dass das Auto permanent an der Station stünde. Das Auto werde «fast täglich von unseren Mitarbeitern genutzt und ist tagsüber in Betrieb, etwa um zur Umweltbehörde in Esch-sur-Alzette zu fahren», heißt es.

Das Ministerium fügt hinzu, dass dieses Modell nur eine Reichweite von 70 Kilometern habe. Es brauche daher vier bis sechs Stunden zum Aufladen, «was wohl zu dem Eindruck führt, dass wir diesen Ort blockieren». Um zu verhindern, dass sich diese Situation in Zukunft wiederholt, weist das Ministerium darauf hin, dass es einen Antrag auf eine offizielle Ladestation im Parkhaus gestellt habe.

*Name von der Redaktion geändert


(ol/L'essentiel)

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