Verdopplung in Mali – Das Netz lacht über Luxemburgs Streitmacht

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Verdopplung in MaliDas Netz lacht über Luxemburgs Streitmacht

LUXEMBURG - Luxemburg hat seine Militärpräsenz im Kampf gegen den Terror in Mali verdoppelt, indem es einen weiteren Soldaten schickt. Das Internet macht sich lustig.

Luxemburgs Verteidigungsminister Etienne Schneider erhöht die Militärpräsenz in Mali von einem auf zwei Soldaten.

Luxemburgs Verteidigungsminister Etienne Schneider erhöht die Militärpräsenz in Mali von einem auf zwei Soldaten.

Editpress

Der Hashtag #Luxembourg war am heutigen Donnerstag um die Mittagszeit äußerst beliebt. Auslöser war Verteidigungsminister Etienne Schneider, der am Mittwoch eine Verdopplung der Luxemburger Militärpräsenz in Mali ankündigte, um Frankreich im Kampf gegen den Terror zu unterstützen. Es werde ein zweiter Soldat geschickt.

Da ließ es sich die Twittergemeinde natürlich nicht nehmen, spöttisch auf das ungewöhnliche Ausmaß der Luxemburger Militärbemühungen hinzuweisen. Dabei machten sich die User vor allem darüber lustig, dass die Nachricht der Agentur AFP eine größere Meldung wert gewesen war.

Proportional zur Armeestärke

Der Einsatz der beiden Soldaten sei allerdings völlig normal und stünde im Verhältnis zur Gesamtgröße der Armee, heißt es aus dem Verteidigungsministerium gegenüber L'essentiel. Nach Zahlen aus dem Jahr 2014 umfasst die Streitmacht des Großherzogtums genau 901 Mann, davon 447 Freiwillige. Es sei daher schwierig, 200 Soldaten auf eine Mission zu schicken.

«Wir senden nicht nur Soldaten, wir bieten auch finanzielle und logistische Unterstützung», heißt es weiter. Das Großherzogtum sei außerdem in Frankreich am Nato-Programm «SALIS» zur Abwicklung von strategischem Lufttransport beteiligt. Darüber hinaus werde die Armee in Mali mittels medizinischer Geräte und Ausbildung sowie Ersthilfe-Ausrüstung unterstützt. Insgesamt belaufe sich der Beitrag Luxemburgs auf zwei Millionen Euro.

Ob diese Einordnung den Scherzkeksen auf Twitter den Wind aus den Segeln nimmt, bleibt abzuwarten. Sicher ist lediglich, dass auch die beiden Luxemburger Soldaten in Mali ihren Beitrag für den Frieden leisten werden.

(L'essentiel)

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