In Luxemburg – Das neue Gefängnis nimmt langsam Gestalt an

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In LuxemburgDas neue Gefängnis nimmt langsam Gestalt an

SANEM – Der Rohbau des neuen Gefängnisses ist in der Endphase. Zusätzlich zu den 336 bestehenden Wärtern in Schrassig braucht das neue Gefängnis 221 neue Mitarbeiter.

Nach einem Jahr Arbeit an dem zukünftigen Gefängnis Uerschterhaff in Sanem – mit einem Hauptgebäude für das Personal und vier Gebäuden für Insassen sowie Sportanlagen – ist langsam was zu erkennen. Allem voran natürlich die hohen Mauern, die sechs bis zehn Meter hoch und 800 Meter lang sind.

«Die Rohbauarbeiten befinden sich in der Endphase», sagt das Justizministerium. Das Gefängnis, das Ende 2022 oder Anfang 2023 eröffnet werden soll, soll rund 400 Gefangene aufnehmen können. Dabei soll es sich vor allem um «Gefangene in Untersuchungshaft, die bislang in Schrassig untergebracht waren» handeln. Dort gibt es derzeit 610 Häftlinge, von denen 50 Prozent verurteilt sind. Weitere 50 Prozent befinden sich in Untersuchungshaft.

In dem neuen Gefängnis wird es 221 Angestellte geben, die die 336 bestehenden Wärter in Schrassig ergänzen sollen. Die neuen Wärter werden in Etappen eingestellt. «Die Stellenbesetzung hat bereits begonnen. Die Beamten müssen zunächst geschult werden. Sie können nicht von einen auf den anderen Tag in einem Gefängnis eingesetzt werden», erklärt das Justizministerium. Das neue Wachpersonal soll aus einer heterogenen Gruppe aus erfahrenen und neuen Wachen bestehen.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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