Luxemburg: Das öffentliche Verkehrswesen bekommt ein neues Gesicht

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Luxemburg Das öffentliche Verkehrswesen bekommt ein neues Gesicht

LUXEMBURG – Die Umgestaltung des nationalen Personenverkehrs ist gelungen. Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) gibt Einzelheiten bekannt.

Das Ziel der Regierung war klar formuliert: Mehr Effizienz im öffentlichen Verkehrswesen. Was sich leicht anhört, war viel Arbeit. Das bestätigt der Verkehrsminister: «Es war ein langer Prozess, der jetzt mit einem neu gestalteten Verkehrsnetz endet». Zuletzt führte im Juli eine neue Verordnung zu wesentlichen Anpassungen der Buslinien im Norden und Osten des Landes.

Eine Informationskampagne wurde ebenfalls gestartet, da viele Menschen im Großherzogtum nicht über die für sie nützlichen Buslinien informiert gewesen seien. Das, so der Minister, solle sich nun ändern. Man hoffe, dass die Bevölkerung die Möglichkeiten des öffentlichen Transportwesens neu für sich entdecke.

Was ist neu?

Fortan gibt es 183 Buslinien. Die neuen Linien des RGTR sind an sieben Tagen die Woche verfügbar. Unter der Woche kann man von fünf Uhr morgens bist 23 Uhr, und am Wochenende von sechs Uhr morgens bis 22 Uhr den öffentlichen Personenverkehr nutzen: «Einwohner und Grenzpendler zu den entlegensten Zielen zu bringen und eine lohnende Verkehrsanbindung ins ländliche Umfeld» seien die Ziele der Neuerungen, schreibt der Minister. 81 Kommunen wurden befragt. Die daraus resultierenden Ergebnisse flossen in die Neugestaltung des Verkehrsnetztes ein. Rund 300 Vorschläge wurden seitens der Kommunen gemacht

Mindestens eine Haltestelle für öffentliche Verkehrsmittel hätten zwar bereits 99,92 Prozent der Menschen in ihrem jeweiligen Ort, dennoch habe man im Bereich Busverkehr noch ungenutztes Potential gesehen, weswegen in den nächsten Jahren weitere Haltestellen eröffnet werden sollen: «Wenn beispielsweise erst einmal der Umsteigepunkt Howald in Betrieb ist, werden Sie viele neue Möglichkeiten zum Umsteigen von Bus auf Zug oder Straßenbahn haben».

Eine Übersicht über das neue Verkehrsnetz ist unter rgtr.lu/de einsehbar.

Manche Linien werden häufiger genutzt als noch vor der Pandemie

Auf nationaler Ebene werde das Verkehrsnetz des RGTR bereits wieder in dem Umfang genutzt, wie vor der Pandemie, so Minister Bausch. Manche Regionen und Verkehrslinien hätten sogar große Zuwächse verzeichnet, wie etwa die Strecke Luxemburg-Remich.

Innerhalb der nächsten «ein, anderthalb Jahre» solle außerdem ein automatisches Zählsystem für die Passagiere eingeführt werden. Damit solle festgestellt werden, welche Halte am häufigsten und welche am seltensten angesteuert würden, um das Netz entsprechend anzupassen.

(jw )

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