Formel 1: Das sind die Gründe fürs Schumacher-Aus bei Haas – lockt jetzt Mercedes?

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Formel 1Das sind die Gründe fürs Schumacher-Aus bei Haas – lockt jetzt Mercedes?

Nach einer schwachen Saison wird Mick Schumacher beim Rennstall Haas aussortiert. Wohin es den Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher zieht, ist unklar.

von
Nils Hänggi
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Mick Schumacher erhält bei Haas keinen neuen Vertrag mehr.

Mick Schumacher erhält bei Haas keinen neuen Vertrag mehr.

AFP
Wenn es nach Insider-Magazinen geht, ist der Grund die fehlende Sicherheit.

Wenn es nach Insider-Magazinen geht, ist der Grund die fehlende Sicherheit.

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Schumacher selbst will unbedingt in der Formel 1 bleiben. Das bekräftigte er bereits vor dem GP Brasilien. 

Schumacher selbst will unbedingt in der Formel 1 bleiben. Das bekräftigte er bereits vor dem GP Brasilien. 

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Am Montag sickerte die Meldung durch: Nach einer schwachen Saison wird der Vertrag von Mick Schumacher beim Rennstall Haas nicht mehr verlängert. Dies berichteten mehrere Medien – eine Bestätigung steht noch aus. Anstelle des 23-Jährigen wird der Deutsche Nico Hülkenberg (35) zweiter Haas-Fahrer neben dem Dänen Kevin Magnussen (30) werden.

Doch warum wird Schumacher schon nach zwei Jahren ersetzt? Schließlich zeigte sich der Formel-1-Fahrer zuletzt formverbessert und stellte immer öfter sein Potential unter Beweis. Außerdem zieht er mit seinem großen Namen Sponsoren an.

Hülkenberg ist Punktelieferant

Weshalb also? Wenn es nach Insider-Magazinen geht, ist der Grund die fehlende Sicherheit. Der Haas-Rennstall will den sofortigen Erfolg und nicht warten, bis der junge Deutsche sein Potential ausschöpft. Kurz: Boss Günther Steiner (57) will zwei verlässliche Punktelieferanten im Team haben. Hinzu kommt, dass Schumacher seinen Haas in diesem Jahr des Öfteren zerlegte, wie auch in Monaco – das kostete den Rennstall Unsummen.

Tatsache ist: Hülkenberg ist ein Fahrer, der regelmäßig für Punkte sorgt. Er schaffte in jeder seiner vollständigen F1-Saisons mindestens sieben Punkteplatzierungen und damit genau so viele wie Magnussen in der laufenden Saison. Zudem hat der mutmaßlich neue Fahrer die Erfahrung von 181 Grand-Prix-Starts und überzeugte zuletzt immer wieder als Ersatzfahrer, wenn ein Fahrer ausfiel. 

Geht er zu Mercedes?

Schumacher selbst will unbedingt in der Formel 1 bleiben. Das bekräftigte er bereits vor dem GP Brasilien. «Es ist schwierig, die Formel 1 zu vergessen, weil ich diesen Sport liebe. Und deshalb werde ich das auch nicht tun», so der 23-Jährige. In Brasilien fasste er seine Situation dann so zusammen: «Manchmal ist es dein Jahr und manchmal nicht. Ich schätze, das hier ist nicht mein Jahr.» Aufgeben wolle er aber nicht.

Aber welche Optionen hat der Sohn von Legende Michael Schumacher (53)? Eine Möglichkeit ist Mercedes. Perspektivisch könnte er als Nachfolger von Lewis Hamilton (37) aufgebaut werden. Dessen Vertrag läuft bis Ende 2023, der Superstar kündigte aber an, diesen verlängern zu wollen. Heißt: Schumacher hätte eine längere Zeit die Rolle als Ersatzfahrer inne. 

Mercedes-Boss Toto Wolff (50) meinte nach dem GP Brasilien gegenüber dem «Motosport-Magazin»: «Ich mache kein Geheimnis daraus, dass die Familie Schumacher zu Mercedes gehört und dass wir Mick sehr schätzen.» Deswegen würde man die Verpflichtung in jedem Fall diskutieren. Dann ergänzte er: «Aber erste Priorität muss sein, ein Renn-Cockpit zu bekommen, weil er das kann und verdient.»

Alfa-Sauber ist auch eine Option

Hierfür hat Schumacher aber nur eine Mini-Chance. So ist lediglich das Cockpit von Williams noch frei. Derzeit ist dieses jedoch für Logan Sargeant (21) reserviert, er soll Nachfolger von Nicholas Latifi (27) werden. Allerdings muss der US-Amerikaner beim Formel-2-Saisonfinal noch Punkte für seine Superlizenz sammeln. Nur wenn er das nicht schafft, gilt Schumacher als Top-Favorit. 

Außerdem dürfte Schumacher wohl auf Audi hoffen. Die Ingolstädter steigen 2026 mit Alfa-Sauber in die Formel 1 ein und haben sich bereits für einen deutschen Fahrer ausgesprochen. Es kann gut sein, dass der 23-Jährige bereits ab 2024 und 2025 für den Rennstall in Hinwil fahren wird. Das berichten zumindest verschiedene Medien. Früher ist nicht möglich, da Valtteri Bottas (33) und Guanyu Zhou (23) noch laufende Verträge haben. 

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