Mindestens drei Tote – Das sind die Opfer der Proteste in den USA
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Mindestens drei ToteDas sind die Opfer der Proteste in den USA

Bei den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt sind in den USA bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Sie alle gingen auf die Straße, um gegen Polizeigewalt zu kämpfen und wurden am Ende selbest Opfer von Gewalt: In den USA finden zurzeit die heftigsten Proteste seit der Bürgerbewegung in den 60er-Jahren statt. Auslöser hierfür war ein verstörendes Video, das zeigt, wie ein Polizist sein Knie acht Minuten brutal auf das Genick von George Floyd drückte, welcher nach dem Einsatz verstorben ist.

Die Familie von Floyd rief zu friedlichen Protesten auf. Doch die stark militarisierte Polizei in den USA zögert jeweils nicht lange, um bei den Protesten einzugreifen – mit fatalen Folgen. In Louisville, Kentucky, wurde der 53-jährige David McAtee getötet, als Polizisten und Soldaten der Nationalgarde mit Waffen auf eine Gruppe von Protestern zielten. McAtee war in Louisville bekannt, ihm gehörte ein BBQ-Restaurant. «Er war ein guter Mensch, er gab jeweils warme Gratismahlzeiten an Polizisten raus», sagt seine Mutter Odessa Riley gegenüber dem Louisville Courier-Journal.

Laut dem Gouverneur von Kentucky Andy Beshar wurden die Polizisten und Soldaten beim Einsatz von den Demonstranten beschossen – deswegen habe man das Feuer eröffnet. Die Körperkameras, die den Tathergang beweisen könnten, waren zudem ausgeschaltet oder wurden von den Streitkräften gar nicht getragen. Der Bürgermeister von Kentucky ließ daraufhin den Polizeichef der Stadt entlassen. Die darin involvierten Polizisten wurden beurlaubt.

Der Fall McAtee erinnert in Louisville an die 26-jährige Rettungssanitäterin Breonna Taylor, die Mitte März bei einer Durchsuchung in ihrer eigenen Wohnung von der Polizei erschossen wurde. Der Fall sorgte in den sozialen Medien für Aufruhr.

Auch in Detroit starb bei den Protesten am Freitag ein 21-jähriger Mann – jedoch nicht wegen polizeilicher Gewalt. Laut Click On Detroit wurde er Opfer einer Drive-by-Schießerei, bei der aus einem fahrenden Auto in die Meute der Demonstranten geschossen wurde.

Ein weiteres Opfer verlor in Oakland, Kalifornien, sein Leben. Dort wurde am Freitag ein Sicherheitsangestellter vom Federal Protective Service erschossen, als jemand in einem fahrenden Auto das Feuer eröffnete. Behörden sagen, die Schießerei stehe nicht in Verbindung mit den Protesten. Beim Opfer handelt es sich um den 53-jährigen Pat Underwood. Freunde von ihm sagten gegenüber ABC7 News: «Pat war ein Familienmensch und kümmerte sich gut um seine Freunde, er hätte alles für jeden gemacht.»

(L'essentiel/bl)

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