Trumps Siegesrede – Das verspricht der neu gewählte Präsident

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Trumps SiegesredeDas verspricht der neu gewählte Präsident

Sein Sieg schockt viele, Populisten jubeln: Donald Trump zieht ins Weiße Haus ein. Im Wahlkampf hat er viel ausgeteilt, nun will er aber versöhnen. Doch Misstrauen bleibt.

Der unberechenbare Quereinsteiger Donald Trump wird US-Präsident und wirbelt die politische Weltordnung durcheinander. Der umstrittene Republikaner gewann entgegen den meisten Umfragen die Präsidentschaftswahl. Der 70-jährige Milliardär führt nun die größte Wirtschafts- und Militärmacht der Welt.

Die Demokratin Hillary Clinton räumte ihre Niederlage in einem Telefonat mit Trump ein, wie CNN meldete. Öffentlich äußerte sie sich zunächst nicht. Trump versprach vor seinen Anhängern, er wolle das Land jetzt einen. Die USA gelten nach einem extrem ruppigen Wahlkampf als tief gespalten.

Er wolle ein Präsident für alle Amerikaner sein und das Land einen, so Trump. «Amerika wird nur mit dem Besten zufrieden sein.» Der Republikaner wiederholte eine Reihe seiner Wahlversprechen. Er werde dafür sorgen, dass sich das Wirtschaftswachstum der USA verdoppele, kündigte er an. Die Infrastruktur solle wieder aufgebaut werden. Dadurch würden Arbeitsplätze zurück ins Land geholt. Er habe einen «großartigen» ökonomischen Plan für das Land, sagte er.

Amerika zuerst

Die Sorge vor einem Sieg des Populisten war international groß gewesen, auch in Europa. In seiner Dankesrede bot Trump der Weltgemeinschaft am Mittwochmorgen (MEZ) eine faire Zusammenarbeit an. «Wir werden großartige Beziehungen pflegen», sagte er. Amerika müsse aber zuerst kommen. Den Menschen anderer Länder wolle er die Partnerschaft der USA anbieten, nicht die Feindschaft.

Als einer der ersten Staatschefs gratulierte Russlands Präsident Wladimir Putin. Er hoffe, dass es gemeinsam gelinge, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen.

Rechtspopulisten gratulieren

Europäische Politiker erwarten schwierigere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Sie reichten aber tiefer als die Tagespolitik, betonte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Rechtspopulisten wie die Französin Marine Le Pen und die deutsche AfD-Politikerin Beatrix von Storch gratulierten Trump, genau wie der rechtskonservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban.

Der New Yorker Milliardär Trump wird am 20. Januar als 45. Präsident ins Weiße Haus einziehen. Laut CNN (Stand 10 Uhr MEZ) kommt er auf mindestens 289 Wahlleute, Clinton auf 218. Nötig sind 270.

Kongress ist komplett republikanisch

Beim Regieren kann er auf die Mehrheit seiner Republikaner im US-Kongress setzen und so möglicherweise entscheidende Vorhaben umsetzen. Die Konservativen verteidigten bei Wahl ihre Mehrheiten sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus.

Die Wahlnacht war über Stunden eine extreme Zitterpartie. Der Republikaner konnte die umkämpften Staaten Florida, North Carolina, Ohio und Wisconsin für sich entscheiden. Clinton gewann von den sogenannten Swing States (Wechselwählerstaaten) lediglich Nevada, Virginia und Colorado. Die Niederlage dürfte das Ende ihrer politischen Karriere bedeuten. Trump sagte nach der Entscheidung, für ihren Dienst an den USA schulde man Clinton sehr großen Dank.

Vor allem in mehreren Bundesstaaten im sogenannten Rostgürtel, einer einst florierenden und inzwischen vom wirtschaftlichen Abschwung geprägten Industrieregion im Nordosten, konnte die Demokratin nicht überzeugen.

(L'essentiel/dpa)

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