Konjunkturprognose – Das Wachstum in Luxemburg verlangsamt sich

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KonjunkturprognoseDas Wachstum in Luxemburg verlangsamt sich

LUXEMBURG – Die am Mittwoch vom Statec veröffentlichte Konjunkturprognose sind von internationalen Unsicherheiten geprägt.

Statec hat in die wirtschaftliche Zukunft des Großherzogtums geblickt und die Ergebnisse am Mittwoch vorgestellt.

Statec hat in die wirtschaftliche Zukunft des Großherzogtums geblickt und die Ergebnisse am Mittwoch vorgestellt.

Optimismus ist für den Statec kein Thema mehr, wenn es um die Erstellung von Konjunkturprognosen geht. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum in den kommenden Jahren verlangsamt, so die jüngste Prognosen vom Mittwoch. Nach 3,1 Prozent im Jahr 2018 werden in diesem Jahr nur noch 2,8 Prozent erwartet und im Jahr 2020 2,4 Prozent.

Die luxemburgische Wirtschaft leidet vor allem unter den globalen Unsicherheiten, wie etwa «dem chinesisch-amerikanischen Handelskrieg, aber auch zwischen der EU und den Vereinigten Staaten», so Serge Allegrezza, Direktor von Statec. Darüberhinaus spielen die Verlangsamung in Deutschland, der Brexit und die US-Präsidentschaftswahlen Ende 2020 eine Rolle.

Der Brexit hilft...noch

Luxemburg schneidet jedoch besser ab als seine europäischen Partner. «Das Land profitiert von einigen Stärken wie Finanzdienstleistungen und Einzelhandel, die sich gut entwickeln», so Bastien Larue vom Statec. Zu diesem letzten Punkt erklärt er, dass die vielen neuen Einkaufszentren Arbeitsplätze geschaffen haben. Der Brexit hilft vorerst auch der luxemburgischen Wirtschaft, da es Unternehmen zur Gründung oder dem Ausbau ihrer Aktivitäten im Großherzogtum ermutigt hat.

Es wird jedoch nicht damit gerechnet, dass sich an der Beschäftigung jetzt noch viel ändern wird, sondern dass sich die Arbeitslosenquote bei rund 5,3 Prozent einpendeln wird. Das Baugewerbe, ein wichtiger Sektor der Wirtschaft des Landes, ist laut Bastien Larue «überhitzt». Immer mehr Unternehmen melden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung, trotz eines vollen Auftragsbestands. Es wird erwartet, dass sich die Inflation nach einem relativen Anstieg Ende 2018 und Anfang 2019 abkühlt. «Einige Preise steigen jedoch weiter rapide an, vor allem natürlich der Wohnungsmarkt», sagt Serge Allegrezza.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

Der Index bleibt für das Jahresende geplant.

Die Auslöseschwelle soll wie angekündigt im Dezember erreicht werden, was sich auf die Gehaltsabrechnungen im Januar auswirken wird. «Es ist sehr wahrscheinlich, aber man ist nie immun gegen Überraschungen», sagt Serge Allegrezza.

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