Zehnter Todestag – Das waren Amys letzten Worte an ihre Mama
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Zehnter TodestagDas waren Amys letzten Worte an ihre Mama

In einem neuen TV-Interview sprechen Amy Winehouses Mutter Janis Winehouse und Stiefvater Richard Collins über den schlimmsten Tag ihres Lebens.

Vor zehn Jahren erreichte die Welt die schreckliche Nachricht. Der britische Sängerin Amy Winehouse wurde leblos in ihrem Haus im Londoner Stadtteil Camden aufgefunden. Die 27-Jährige starb an den Folgen einer Alkoholvergiftung.

Für Amys Mutter Janis Winehouse war es der schlimmste Tag ihres Lebens. In einem neuen Interview in der britischen TV-Show «Lorraine» erinnert sie sich die 66-Jährige gemeinsam mit Amys Stiefvater Richard Collins an den 23. Juli 2011. So war es Amy Winehouses Cousin Martin, der den Stiefvater anrief, um ihm vom Tod zu erzählen. «Das kann nicht sein, wir waren doch gestern bei ihr», habe Richard am Telefon ungläubig gesagt. Amys Cousin musste es nochmals deutlich sagen: «Nein Richard, ich meine es ernst.»

«Dein Baby ist von uns gegangen»

Darauf kam Richard Collins die schreckliche Aufgabe zu, seiner Frau, mit der er seit 2011 verheiratet ist, die Nachricht vom Tod der Tochter zu überbringen. «Es war der schlimmste Tag meines Lebens», sagt Richard im Interview. »Janis, ich weiß nicht, was ich sagen soll, sie ist von uns gegangen», habe er seiner Frau versucht zu erklären. Janis habe erst gedacht, es gehe um die Mutter ihres Mannes, die damals schwer krank war und nur einen Monat nach Amy Winehouse sterben sollte. «Nein, nein, dein Baby ist von uns gegangen», sagte Richard Collins zu seiner Frau. Im TV-Interview bricht seine Stimme, als er davon erzählt.

Amys Mutter Janis vergiesst bei «Lorraine» keine Tränen. Und was sie von Amy und besonders über das letzte Gespräch erzählt, das einen Tag vor Amys Tod bei einem persönlichen Treffen stattfand, ist herzzerreißend. «Meine letzten Worte an sie waren ‘Amy, ich liebe dich.’» Und ihre Tochter antwortete: «Ich liebe dich auch Mama.» Sie habe die Liebe zu ihrer Tochter immer ausdrücken können, sagt Janis Winehouse. «Und Amy hat mich stets beschützt.»

Amy Winehouse kämpfte beinahe ihr ganzes Künstlerinnenleben lang unter anderem mit einer Alkohol- und Heroinsucht. Ob man ihren Tod hätte verhindern können? «Die Leute haben versucht, ihr zu helfen – ich, ihre Mutter Janis, ihr Vater Mitch», sagt Stiefvater Richard Collins im TV-Interview. «Aber sie war eine verheiratete, wohlhabende, 27-jährige Frau. Amy tat das, was sie tun wollte.» Er betont: «Die Leute denken, sie war eine schwache Person, aber das ist weit weg von der Wahrheit: Sie war sehr, sehr stark.»

Mit ihrer jazzigen Wahnsinnsstimme, ihren souligen Popsongs und dem edgy Rockabilly-Look prägte Amy Winehouse die Nullerjahre. 2007 brach sie mit dem Album «Back to Black» in ihrem Heimatland alle kommerziellen Rekorde des Jahres und gewann am 10. Februar 2008 sensationell fünf Grammys in den Kategorien «Bestes Album», «Bester Song», «Beste weibliche Gesangsperformance», «Beste Newcomerin» und «Bester Gesang auf einem Pop-Album». Danach landete ihr Album in den USA auf dem zweiten Platz der Billboard-Charts. Bis heute verkaufte Amy Winehouse weit mehr als zwölf Millionen Exemplare ihrer zwei Alben «Back to Black» und «Frank».

Heute Abend läuft auf BBC Two die neue Doku «Reclaiming Amy», in der die Familie der Sängerin zu Wort kommt.

(L'essentiel/Christina Duss)

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