Duell der Handy-Giganten – Das Wettrennen um das erste biegsame Handy

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Duell der Handy-GigantenDas Wettrennen um das erste biegsame Handy

Nokia und Samsung wetteifern um die Entwicklung des flexiblen Smartphones. Samsung will schneller sein und sein Produkt schon 2012 lancieren. Nokias Prototyp lässt sich durch Biegen steuern.

Flexible Displays sind bereits realisierbar. (Bild: IntoMobile.com)

Flexible Displays sind bereits realisierbar. (Bild: IntoMobile.com)

Letzte Woche zeigte Nokia bei seiner Hausmesse Nokia World einen Blick in die Zukunft der Smartphones. Die Rede ist allerdings nicht vom neuen Lumia 800, das dem iPhone 4S und Galaxy Nexus Konkurrenz machen soll. Für Technikbegeisterte mindestens so interessant war der vorgestellte Prototyp eines biegsamen Smartphones.

Flexible Displays sind seit einiger Zeit realisierbar, bei Nokias «Kinetic Device» ist jedoch das gesamte Gerät biegbar. Beispielsweise lassen sich auf diese Weise Fotoalben durchsuchen, indem die Ecken des flexiblen Geräts leicht gegeneinander verdreht werden. Biegt man das Gerät durch, kann man in das Bild reinzoomen.

Nokias Prototyp eines biegbaren Mobil-Gerätes

Samsung glaubt ans Falt-Handy

Ob flexible Handys nach dem Touchscreen den nächsten großen Evolutionsschritt einläuten werden, muss sich zeigen. Davon überzeugt ist zumindest Nokias südkoreanischer Rivale Samsung. Der Elektronikkonzern, der mit seinen Galaxy-Geräten auf einer Erfolgswelle reitet, hat bereits Anfang 2011 ein flexibles Amoled-Display vorgestellt.

Während der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen am Freitag hat Samsung bekräftigt, dass man die Technologie im nächsten Jahr einführen wolle, berichtet die Techsite «ComputerWorld». Zuerst sollen Smartphones biegbar werden, später auch Tablets und weitere Geräte.

Ende September sagte Samsung, dass das faltbare Handy Galaxy Skin im Februar nächsten Jahres beim Mobile World Congress in Barcelona gezeigt werden könnte. Ob das Falt-Handy bereits im nächsten Jahr marktreif ist, wollte der Konzern nicht bestätigen. Im Weiteren ist bislang unbekannt, ob sich Samsungs Prototypen ebenfalls durch Biegen steuern lassen.

Flexible Geräte haben laut Nokia den Vorteil, dass die Displays gegenüber den heutigen Bildschirmen weit weniger anfällig für Schäden sind und auch ohne Sichtkontakt, etwa in der Hosentasche, bedient werden können.

Samsungs Prototypen biegbarer Smartphones

L'essentiel Online/owi

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