Deutsche Bank – DB Luxembourg bleibt trotz Corona-Krise erfolgreich

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Deutsche BankDB Luxembourg bleibt trotz Corona-Krise erfolgreich

LUXEMBURG – Die Deutsche Bank Luxemburg konnte im Corona-Jahr trotz wachsender Kosten den Gewinn um vier Prozent steigern.

Derzeit arbeiten rund 70 Prozent der Mitarbeitenden der Bank aus dem Homeoffice.

Derzeit arbeiten rund 70 Prozent der Mitarbeitenden der Bank aus dem Homeoffice.

Editpress/Hervé Montaigu/Archiv

Bei seiner ersten Jahresbilanzkonferenz als Chef der Deutschen Bank Luxembourg S.A. konnte Frank Rückbrodt gute Nachrichten verkünden. 2020 sei ein «herausforderndes, aber auch erfolgreiches Jahr» für seine Bank gewesen, sagte der Bankmanager bei der virtuell abgehaltenen Pressekonferenz am Mittwoch. Der Gewinn der Gesellschaft stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 91 Millionen Euro, ein Plus von vier Prozent zum Vorjahr. Die Bank vergab elf Prozent mehr Kredite an internationale Kunden als im Vorjahr. Doch auf diesen Erfolgen will sich die Bank nicht ausruhen, sondern weiterhin die eigene Effizienz steigern.

Das Marktumfeld bleibe schwierig, niedrige Zinsen und steigende Kosten seien eine Belastung für das Unternehmen, betonte CEO Rückbrodt. In den drei Geschäftsbereichen der Bank, Unternehmensfinanzierung, vermögende Privatkunden und Investmentbanking will man in der Zukunft weiter wachsen. Der Fokus liege ganz klar auf Nachhaltigkeit, hier will man den Kunden auch als Berater zur Seite stehen. Doch auch bei möglichen Risiken will die Bank wachsam bleiben und die eigene starke Rolle im Konzern weiter ausbauen.

Bank trotzt dem Branchentrend

Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte das Unternehmen entgegen dem Branchentrend im Land leicht wachsen. Inzwischen arbeiten 312 Mitarbeiter (302 Anfang 2020) für die Bank direkt, für den Konzern sind es rund 400 Arbeitnehmer, die in Luxemburg tätig sind. Nach der Fusion mit der Postbank Luxemburg sei man derzeit damit beschäftigt, die Systeme zusammenzulegen. Deshalb gebe es für den ehemaligen Postbank-Standort Munsbach derzeit keine konkreten Schließungspläne, erläutert Rückbrodt.

Doch Corona war für die Bank nicht nur geschäftlich eine Herausforderung. Im März 2020 wurden 90 Prozent der Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Derzeit seien immer noch 70 Prozent der Belegschaft im Homeoffice. Auch nach der Krise wolle man in Abstimmung mit den Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause ermöglichen. Derzeit entwickelt die Bank dazu ein Konzept, bei dem es auch die bekannten Probleme des Grenzgänger-Homeoffice zu berücksichtigen gelte, berichtet Frank Rückbrodt.

(hoc/L'essentiel)

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