Politik in Luxemburg – Déi Lénk bemängeln faule Kompromisse

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Politik in LuxemburgDéi Lénk bemängeln faule Kompromisse

LUXEMBURG – Déi Lénk haben am Donnerstag bei ihrer Bilanz des parlamentarischen Jahres einige ihrer Kernthemen hervorgehoben.

David Wagner, Myriam Cecchetti, Nathalie Oberweis und Marc Baum

David Wagner, Myriam Cecchetti, Nathalie Oberweis und Marc Baum

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«Ein besonderes parlamentarisches Jahr ist gerade für uns zu Ende gegangen», sagte Marc Baum am Donnerstag bei der Bilanzpräsentation des parlamentarischen Jahres. Er und David Wagner hatten im Mai ihre Abgeordnetensitze an Myriam Cecchetti und Nathalie Oberweis übergeben. Alle vier waren anwesend, um ihre Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die Wohnungsproblematik gehört nach wie vor zu Kernthemen der Lénk. «Wir sind in einer Krise, weil viele Menschen vom Markt ausgeschlossen sind, ins Ausland gehen müssen oder schlecht versorgt sind», erinnerte Nathalie Oberweis. Sie warf der Regierung vor, sich mit «fadenscheinigen Kompromissen zu begnügen, statt entsprechende Maßnahmen zu ergreifen». Als Beispiel nannte sie den Wohnungspakt, der ihrer Meinung nach unzureichend sei. «Die Regierung verteidigt nicht mehr das allgemeine Interesse, sondern das der Projektträger», so die Abgeordnete.

David Wagner bezieht sich unterdessen auf die Steuerproblematik. Er halte die Aussage, dass man mit der Umverteilung der Steuern zwei Jahre warten könne, für inakzeptabel. Marc Baum seinerseits übte Kritik am Management der Gesundheitskrise und beschreibt es als «eine Reihe von Kompromissen, ohne einen präzisen Plan». Myriam Cecchetti bedauerte, dass in Bezug auf die Klimakrise und die Umwelt «nichts getan wurde».

(jg/L'essentiel)

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