Keine Landeier – Den Luxemburger zieht es eher in die Stadt

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Keine LandeierDen Luxemburger zieht es eher in die Stadt

LUXEMBURG - Der überwiegende Teil des Großherzogtums zählt zum ländlichen Bereich. Doch mehr als die Hälfte der Bevölkerung wohnt im urbanen Gebiet.

Sieht romantisch aus, aber viele Luxemburger bevorzugen das Stadtleben.

Sieht romantisch aus, aber viele Luxemburger bevorzugen das Stadtleben.

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Grüne Wiesen, zwitschernde Vögel, vor sich hin plätschernde Bächlein - so sieht die Romantik auf dem Land aus. In Luxemburg gibt es davon zur Genüge. 82,2 Prozent der Fläche wird als ländlich bezeichnet. 79 der 105 Gemeinden im Großherzogtum zählen zu diesem suburbanen Bereich. Trotzdem wohnen nur 206.000 der 550.000 Einwohner im Grünen. Das sagte Landwirtschaftsminister Fernand Etgen (DP) auf Nachfrage des Abgeordneten André Bauler.

Obwohl Luxemburg sehr ländlich ist, gab es in den vergangenen zehn Jahren einen stetigen Rückgang von landwirtschaftlichen Betrieben. Und dass, obwohl mehr Menschen in diesem Bereich arbeiten. Um dem Trend des Rückgangs entgegenzuwirken, entwickelte das Ministerium einen strategischen Plan für die Jahre 2007 bis 2013. Dieser beinhaltet auch Beihilfen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). In diesem Zeitraum flossen 393 Millionen Euro zur Untersützung.

Gleichzeitig gab es während dieser Zeit 139 Gemeinschaftsprojekte, die für 13,6 Millionen Euro von mehreren lokalen Aktionsgruppen (LAG) umgesetzt wurden. Ende 2014 waren 94 Vorhaben registriert. «Luxemburg ist das einzige Land in Europa, in dem alle LAGs es geschafft haben, von 2007 bis 2013 mindestens ein transnationales Projekt zu verwirklichen», heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium. Zwölf Konzepte wurden mit den Nachbarländern sowie mit Italien, Schweden und Estland in die Tat umgesetzt.

(Jonathan Vaucher/L'essentiel)

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