Gran Turismo – Den Porsche Vision GT gibt's nur für die Playstation
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Gran TurismoDen Porsche Vision GT gibt's nur für die Playstation

Bereits seit 2017 sind Serienmodelle von Porsche in das Game «Gran Turismo» integriert. Nun wurde ein Modell rein für die virtuelle Welt entwickelt.

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Sieht täuschend echt aus: der Porsche Vision GT für die Rennsimulation Gran Turismo 7.

Sieht täuschend echt aus: der Porsche Vision GT für die Rennsimulation Gran Turismo 7.

Porsche
Die Elektro-Flunder wird von Porsche-typischen Merkmalen definiert und bietet einen Ausblick auf künftige Rennwagen.

Die Elektro-Flunder wird von Porsche-typischen Merkmalen definiert und bietet einen Ausblick auf künftige Rennwagen.

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Hintern Lenkrad blickt der Fahrer auf ein Hologramm-Display. Sogar in der rein digitalen Welt wurden nur vegane Materialien verbaut.

Hintern Lenkrad blickt der Fahrer auf ein Hologramm-Display. Sogar in der rein digitalen Welt wurden nur vegane Materialien verbaut.

Porsche

Fahrzeuge mit dem Namen Vision GT gibt es schon einige – über 30 dieser rein virtuellen Flitzer wurden von diversen Autoherstellern für die Rennsimulation «Gran Turismo» entworfen. Nun macht auch Porsche mit: Erstmals hat der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen ein Modell entwickelt, das es ausschließlich in Pixel und Bytes geben wird. Der Porsche Vision Gran Turismo wird exklusiv im neuen Gran Turismo 7 erlebbar sein, das am 4. März für die PlayStation 4 und 5 erscheint.

Da heute neue Fahrzeugmodelle ohnehin zunächst am Rechner entwickelt werden, ist der Unterschied vom Pixelauto zum echten Auto kleiner, als man meinen könnte. In der digitalen Welt gibt es aber viel weniger Einschränkungen: «Ein rein für den virtuellen Raum gestaltetes Fahrzeug eröffnet für uns spannende Freiräume, die in einem regulären Designprozess eines Serienfahrzeugs stark reglementiert sind», sagt Chef-Designer Michael Mauer. Deshalb seien Projekte wie der Porsche Vision GT im kreativen Prozess besonders wertvoll.

Markentypische Details

Das Playstation-Auto, das in Partnerschaft mit Polyphone Digital umgesetzt wurde, ist klar als Porsche erkennbar – nur eben extrem flach und breit, mit stark ausgeprägten Kotflügeln und puristisch gestalteten Leuchten, die die Design-Sprache des Elektrosportwagens Taycan aufnehmen. Sie verweisen damit auf den rein elektrischen Antrieb der Studie. Das Heck wird von einem sehr schmalen Leuchtenband durchzogen – «eine Weiterentwicklung der Lichtsignatur, die bereits von den Modellen 911 und Taycan bekannt ist.»

Sogar virtuell nachhaltig

Auch der Innenraum sollte als Porsche erkennbar sein. Wichtig waren zudem auch eine realistische Oberflächendarstellung: «Wir haben uns lange mit dem passenden Materialkonzept bestehend aus Carbon und Titan beschäftigt. Ziel war es, das Gewicht bei gleichzeitiger Leistungssteigerung zu reduzieren», erklärt Markus Auerbach, Leiter Interieurdesign bei Porsche. Und sogar im Computerspiel wurde auf Nachhaltigkeit geachtet: «Im Konzeptfahrzeug wurden nur rein vegane Materialien verbaut.»

Bei der Motorisierung lässt Porsche die Muskeln spielen. Natürlich könnte man rein virtuell irgendwelche Fantasiewerte angeben, doch auch die Antriebsdaten sollten realistisch sein. So wurde der allradgetriebene Vision GT mit einer Leistung von 820 kW/1115 PS ausgestattet, die über eine Overboost-Funktion kurzzeitig auf 950 kW/1292 PS angehoben werden kann. Damit soll der virtuelle Racer in 2,1 Sekunden auf Tempo 100 und in 5,4 Sekunden auf Tempo 200 beschleunigen. Der Topspeed wurde bei 350 km/h festgelegt. Und sogar ein WLTP-Wert für die Reichweite wird angepeilt: Die Batterie mit 87 kWh Kapazität soll für 500 Kilometer reichen.

Und wozu das Ganze? Der Ausbau der Gaming-Aktivitäten habe für Porsche strategische Bedeutung, sagt der Hersteller. «Wir holen junge und digitale Zielgruppen dort ab, wo ihre automobilen Träume entstehen: beim Spielen», sagt Marketing-Leiter Robert Ader. «Die Partnerschaft mit Polyphone Digital und Gran Turismo passt perfekt zu Porsche, denn Motorsport ist Teil unserer DNA – egal ob real oder virtuell.»

(L'essentiel/Dave Schneider)

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