MTV Video Music Awards – Denkt auch mal jemand an die Kinder?

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MTV Video Music AwardsDenkt auch mal jemand an die Kinder?

Eine US-Kinderschutzorganisation möchte verhindern, dass es bei den VMA erneut zu Auftritten à la Miley Cyrus kommt. Dabei sind Skandale in der Show so sicher wie das Amen in der Kirche.

Keystone/Charles Sykes

Kurz vor den MTV Video Music Awards wendet sich die Organisation Parents Television Council (PTC) an den Musiksender und fordert, dass sich so ein Auftritt wie vergangenes Jahr mit Miley Cyrus und Robin Thicke bitte nicht wieder zutragen möge. «Eltern und Familien im ganzen Land haben reichlich Gründe, beunruhigt zu sein über das Material, das MTV über die Jahre hinweg vertrieben und unterstützt hat», beschwert sich die Organisation. In erster Linie sind ihnen die sexy Auftritte der MTV Video Awards ein Dorn im Auge. «Vergangenes Jahr sorgte der Auftritt von Miley Cyrus und Robin Thicke für die meisten Schlagzeilen, und zwar deswegen, weil er sexuell geladen und auch auf andere Weise unangebracht war.» So etwas sei bei einer Altersempfehlung von 14 Jahren untragbar.

«Die VMAs 2013 waren ein PR-Aufreger für Ihren Sender und wir sind uns sicher, dass Sie so etwas nicht wiederholen möchten», so das Schreiben. Die Organisation hält den Sender zudem an, drei proaktive Schritte zu unternehmen, um besorgte Eltern zu beruhigen: Erstens soll der Öffentlichkeit das Versprechen gemacht werden, dass das Programm keine Art von explizitem sexuellen Inhalt haben wird. Zweitens soll der Sender der Öffentlichkeit zusichern, dass die MTV/Viacom-Standards nicht verletzt werden. Und nicht zuletzt soll MTV sein Programm auch mit der richtigen Altersbeschränkung unterlegen. Der Brief endet mit der Zeile: «Ich ersuche Sie dringend um eine schnelle Antwort und hoffe aufrichtig, dass MTV Eltern und Familien dabei helfen wird, den Medienkonsum ihrer Kinder besser zu steuern.»

Dass sich MTV bei den VMAs 2014 am 24. August an die Bitten der Elternorganisation halten wird, ist wohl eher unwahrscheinlich. Erstens stehen Künstler wie Beyoncé, Taylor Swift, Nicki Minaj, Rita Ora, Iggy Azalea, Maroon 5, Usher, Ariana Grande und 5 Seconds of Summer auf der Bühne. Zweitens ist die Award-Show für ihre kleinen Skandälchen und viel Haut bekannt – und wahrscheinlich auch eben darum so erfolgreich. Dies bestätigt zumindest ein Blick in die Vergangenheit der Musikshow.

(L'essentiel)

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