Grenzkontrollen – Der Arbeitnehmer kann nichts für Verspätungen

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GrenzkontrollenDer Arbeitnehmer kann nichts für Verspätungen

LUXEMBURG – Aufgrund der Grenzkontrollen kommen einige Angestellte zu spät zur Arbeit. Dafür dürfen sie aber nicht von ihren Arbeitgebern bestraft werden.

Seit 13. November herrscht Chaos an den Grenzen des Großherzogtums. Früher aufstehen und früher losfahren hilft auch nicht wirklich viel: Wegen den Staus durch die Grenzkontrollen auf der A31 kommen viele Angestellte seit zwei Wochen zu spät zur Arbeit.

Eine Verzögerung, die «außerhalb der Kontrolle des Mitarbeiters» liegt, stellt die Aleba am Freitag in einer Erklärung klar. Die Gewerkschaft versichert, dass in solchen Fällen der Artikel 233-6 (3) des Arbeitsgesetzes Mitarbeiter schützt. Der Artikel regelt, dass Fehlzeiten durch höhere Gewalt oder Ursachen außerhalb der Kontrolle des Mitarbeiters keine ungerechtfertigten Abwesenheiten sind, sondern als tatsächliche Arbeitstage gelten.

Die Gewerkschaft weist die Arbeitnehmer aber darauf hin, dass die Arbeitgeber informiert werden müssen. Bescheinigungen des öffentlichen Nahverkehrs, Presseberichte über Verzögerungen können als Beweise gelten. Die Gewerkschaft lädt Arbeitgeber zudem dazu ein, den «aktuellen Kontext zu berücksichtigen und bei der Arbeitsorganisation flexibel zu sein (...), so dass die Mitarbeiter nicht finanziell bestraft werden».

(MC/L'essentiel)

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