Luxemburg – Der Busfahrer hat die «Anweisungen befolgt»

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LuxemburgDer Busfahrer hat die «Anweisungen befolgt»

LUXEMBURG – Am Montag beschwerte sich ein Fahrgast, dass ein Busfahrer nicht angehalten habe, weil ein Innenfenster zerbrochen sei. Voyages Emile Weber liefert die Details.

Zerbrochene Glasscherben an Bord eines Linienbusses sorgten für verärgerte Fahrgäste.

Zerbrochene Glasscherben an Bord eines Linienbusses sorgten für verärgerte Fahrgäste.

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Am Montagmittag bemerkte eine Frau in einem Bus der Linie RGTR 195 Glasscherben auf dem Fußboden des Fahrzeugs. Die schwarze Schutzglasscheibe für behinderte Menschen war zerbrochen. Die Frau war geschockt, dass der Fahrer seine Route einfach fortsetzte. «Die Glasscherben stellten eine Gefahr für die Fahrgäste dar», so die Frau.

«Der Fahrer hat die Vorschriften eingehalten», so Romain Kribs, Assistent der Geschäftsleitung bei Voyages Emile Weber. Nach den von L'essentiel recherchierten Informationen ereignete sich der Glasbruch nach einer Vollbremsung. «Der Fahrer erklärte uns, dass ihm jemand die Vorfahrt genommen habe. Als er hart bremsen musste, stolperte ein Fahrgast und das Gepäck knallte gegen die Scheibe, die in mehrere Teile zerbrach. Sie bestand aber aus einem speziellen Glas, das nicht schneiden kann».

«Es bestand keine unmittelbare Gefahr»

Der Fahrer rief nach dem Vorfall auch sofort einen Krankenwagen, um sicherzustellen, dass der Fahrgast keine Verletzungen erlitten hatte. «Die Anweisung ist eindeutig: Wenn die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet ist, muss der Fahrer sofort anhalten und warten, bis ein Ersatzbus zur Verfügung gestellt wird. Im vorliegenden Fall gab es keine unmittelbare Gefahr. Er war nur besorgt um den Fahrgast, der gestolpert war», so Kribs.

Der Fahrer nahm anschließend seine Route wieder auf, hielt aber einige Kilometer später in der Nähe einer Baustelle an, um mit einem Besen die Glasscherben zusammen zu kehren. Was die zerbrochene Scheibe angeht, so wurde sie noch am selben Abend ausgetauscht. «Heute Morgen konnte der Bus mit einem neuen Fenster wieder in Betrieb genommen werden», so Kribs.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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