Bahnunglück in Düdelingen – Der CFL-Zug überfuhr ein Haltesignal

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Bahnunglück in DüdelingenDer CFL-Zug überfuhr ein Haltesignal

DÜDELINGEN - Bei einem Zugunglück im Süden Luxemburgs kam ein Lokführer der CFL ums Leben. Der Passagierzug hatte zuvor ein Haltesignal überfahren.

20170214 dudelange accident train PHOTO ISABELLA FINZI

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Editpress/Ifinzi

Die Eisenbahngesellschaft CFL hat eine mögliche Ursache für das schwere Zugunglück vom Dienstagmorgen bekanntgegeben. Der Passagierzug mit der Kennung TER 88807 habe nach ersten Erkenntnissen ein Haltesignal überfahren. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Zwischen Bettemburg und Düdelingen waren gegen 8.45 Uhr ein luxemburgischer Personenzug und ein Güterzug zusammengestoßen. Nach Angaben der Polizei vom Mittag wurden zwei Menschen schwer verletzt und einer getötet. Bei dem Toten handelt es sich um einen Lokführer der nationalen Eisenbahn CFL. Leicht beziehungsweise mittelschwer verletzt wurden die Schaffnerin des CFL-Zugs sowie der Maschinenführer des Frachtzugs. Letzterer konnte unmittelbar vor dem Unfall noch aus der Fahrerkabine nach hinten spurten.

An Bord des Passagierzugs waren zum Unfallzeitpunkt nur zwei Personen: Der Lokführer und eine Fahrkartenkontrolleurin. Um diese Tageszeit ist dies nicht ungewöhnlich, da die Mehrzahl der Pendler aus Frankreich nach Luxemburg fährt und nicht umgekehrt. Der Güterzug stammt aus Belgien und wurde von einem Lokführer gesteuert. Er war mit 21 leeren Waggons unterwegs und sollte Fracht in Luxemburg abholen.

Die CFL haben eine Trauernachricht auf ihrer Website veröffentlicht.

Weitere Informationen lesen Sie in unserem Dossier.

(jt/L'essentiel)

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