Konjunktur – Der EU geht's besser als erwartet

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KonjunkturDer EU geht's besser als erwartet

Der Wirtschaftsaufschwung in der EU ist dank Deutschland stärker als bisher angenommen. Statt einem Prozent soll die Wirtschaft dieses Jahr um 1,8 Prozent wachsen.

Die EU-Kommission korrigierte am Montag ihre bisherigen Wachstumserwartungen nach oben. In der neuesten Konjunkturprognose rechnet sie in den 27 EU-Staaten 2010 mit 1,8 Prozent Zuwachs des Bruttoinlandproduktes.

Im Mai hatte die Kommission lediglich ein Plus von ein Prozent erwartet. Mit einem Wachstum von 3,7 Prozent in diesem und von 2,2 Prozent im kommenden Jahr liegt vor allem Deutschland deutlich über den Kommissionserwartungen vom Mai (1,2 und 1,6 Prozent).

In der Prognose heisst es, das starke Wachstum in Deutschland könne auch in anderen EU-Staaten im kommenden Jahr für ein höheres Wachstum als bisher erwartet sorgen.

Für die Euro-Zone erwartet die EU-Kommission 2011 ein Wachstum von 1,5 Prozent, das sich 2012 etwas verstärken soll auf 1,8 Prozent. Die Prognosen für die EU lauten 1,7 Prozent Zuwachs 2011 und 2,0 Prozent im Folgejahr.

Der Aufschwung in der EU nimmt laut EU-Währungskommissar Olli Rehn Fahrt auf. Doch die Entwicklung sei in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unausgewogen, da sich viele angesichts hoher Defizite in einer schwierigen Phase der Haushaltskonsolidierung befänden.

«Die Turbulenzen auf den Märkten für öffentliche Schuldtitel unterstreichen die Notwendigkeit solider politischer Massnahmen», erklärte Rehn. Die Sparpolitik werde kurzfristig die Inlandsnachfrage belasten und erst auf längere Sicht für mehr Vertrauen sorgen und sich positiv auswirken. Die Lage auf den Finanzmärkten bleibe ein besorgniserregender Belastungsfaktor.

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