Weinlese – Der Federweißer als kleiner Vorgeschmack
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WeinleseDer Federweißer als kleiner Vorgeschmack

REMICH - Bereits jetzt haben einige Winzer mit der Weinlese für den Federweißer begonnen. Die ersten Flaschen kommen nächste Woche in die Regale.

Die ersten Winzer haben mit der Weinlese begonnen.

Die ersten Winzer haben mit der Weinlese begonnen.

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Sie konnten es nicht mehr erwarten: In einigen Regionen entlang der Mosel hat die Weinlese bereits begonnen. Die ersten Ernteerträge werden genutzt, um Federweißer herzustellen. Ein Großteil der Winzer startet aber erst Mitte nächster Woche mit der Lese.

«Das ist der Wein für diejenigen, die nicht auf den Rivaner warten können», sagt Jean-Marie Vesque vom Weingut Cep D'or lächelnd. «Aber im Ernst. Es ist der erste Vorgeschmack für die Verbraucher mit dem neuen Jahrgang. Er hat sozusagen eine Botschafterrolle.»

Hitze richtet keinen Schaden an

Trotz der Hitzewelle in diesem Sommer scheint der Jahrgang ein guter zu werden. Darin sind sich die Winzer sicher, die sich über den Regen in den vergangenen Tagen sehr gefreut haben.

Das Luxemburger Produkt unterscheidet sich grundlegend von dem deutschen Federweißer. Der wird bereits im August produziert und ist süß wie Limonade. Der Wein aus dem Großherzogtum ist nicht so lieblich. Die Trauben können bis zum 1. November geerntet werden. Die Rivaner-Traube übersteigt dabei bei der Gärung die 10 Prozent an Alkoholgehalt.

Echte Handarbeit

Auf dem Weingut Cep D'or werden die Trauben noch von Hand gepflückt, um den Druck möglichst gering zu halten. Damit soll die Qualität des Weins gewährleistet bleiben. Erst eine Woche nach der Ernte wird mit der Produktion begonnen. «Der richtige Federweißer erhält keine Konservierungsstoffe», erklärt Jean-Marie Vesque.

Die ersten Flaschen sollten in der nächsten Woche zu kaufen sein.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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