Luxemburg-Stadt – Der ING-Marathon fällt dieses Jahr erneut aus

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Luxemburg-StadtDer ING-Marathon fällt dieses Jahr erneut aus

LUXEMBURG-STADT – Der Marathon durch die Hauptstadt wird 2021 nicht stattfinden. Es ist nicht die einzige Sommerveranstaltung in der Stadt, die bereits abgesagt ist.

Auch bei den anderen Sommerveranstaltungen hänge alles davon ab, wie sich die Corona-Lage entwickle.

Auch bei den anderen Sommerveranstaltungen hänge alles davon ab, wie sich die Corona-Lage entwickle.

Editpress/Luis Mangorrinha

Der Marathon durch die Hauptstadt wird in diesem Jahr wohl ausfallen. Auf Nachfrage von L'essentiel erklärte Lydie Polfer (DP), die Bürgermeisterin der Hauptstadt am Dienstag: «Es gibt keinen Marathon.» Das sei jedoch keine Entscheidung der Stadt gewesen, viel mehr fehle es an einem formalen Antrag, den der Luxemburger Leichtathletikverband (FLA) stellen müsste.

Marathon-Organisator Erich François äußerte gegenüber unserer Zeitung sein «Unverständnis». Er habe ein Gesundheitskonzept mit gestaffelten Starts, geänderter Strecke, Tests und einer Pflichtimpfung vorgeschlagen. Trotz der schlechten Nachrichten will er jedoch weiter für ein Rennen am Samstag, den 15. Mai, arbeiten, an dem 7000 Leute teilnehmen sollen.

Verband lehnt ab

Bereits vergangene Woche hatte die FLA den Antrag des lokalen Vereins CSL abgelehnt und sich geweigert, «die Verantwortung für die Genehmigung der Organisation des Marathons zum jetzigen Zeitpunkt zu übernehmen». Die aktuelle gesundheitliche Lage und die damit verbundenen rechtlichen Zwänge würden keine andere Entscheidung erlauben, heißt es vom Verband weiter. Auch erwarte man von Verbandsseite nicht, dass sich an den rechtlichen Möglichkeiten auf absehbare Zeit etwas ändert. François habe dies nicht als endgültige Absage wahrgenommen. Verbandspräsidentin Stéphanie Empain stellte gegenüber L'essentiel jedoch klar, dass sie sich kein anderes Szenario in diesem Zeitraum vorstellen könne.

Der Marathon ist gelaufen. Doch auch bei den anderen Sommerveranstaltungen hänge alles davon ab, wie sich die Corona-Lage entwickle, betonte Polfer. Es müsse schon ein «Wunder» geschehen, sprich Hunderttausende Impfstoffdosen auftauchen und die Neuinfektionen auf «fast null» sinken, andernfalls sehe Sie als Bürgermeisterin zum jetzigen Zeitpunkt keine Chance «für ein großes Feuerwerk zum Nationalfeiertag mit 100.000 Menschen in der Stadt».

Für die Schuberfouer werde man wieder kleine Jahrmärkte in den Stadtteilen planen, wie man das bereits im vergangenen Jahr getan habe, so Polfer. Sollten die Impfungen wider Erwarten schneller voranschreiten, sei man bereit, schnell eine Menge guter Aktionen auf die Beine zu stellen. Es sei jedoch jetzt nicht der Zeitpunkt, falsche Hoffnungen zu wecken, sagt die DP-Politikerin.

(nm/L'essentiel)

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