Studentenvereinigung Unel – Der Kampf um Stipendien hat erst begonnen

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Studentenvereinigung UnelDer Kampf um Stipendien hat erst begonnen

LUXEMBURG - Die Stipendienreform sorgt noch immer für Ärger. Dies zeigte sich bei der Pressekonferenz der Studentenvereinigung Unel, die sich für 2011 einiges vorgenommen hat.

Die Studentenvertreter kümmern sich auch um die Belange von Schülern.

Die Studentenvertreter kümmern sich auch um die Belange von Schülern.

Editpress

«Die Stipendienreform war vor allem eine Sparmaßnahme. Der Regierung ist es bestens gelungen, sie als großzügiges Geschenk für alle Studenten auszugeben», sagte Nico Fehlen, Präsident der Studentenvereinigung Unel, bei einer Pressekonferenz. Die Reform war schon zu Semesteranfang ein heiß diskutiertes Thema und wird es auch in diesem Jahr bleiben, ebenso wie die soziale Absicherung.

Die Unel kritisiert nicht nur, dass studierende Kinder von Grenzgängern kein Kindergeld mehr erhalten, sondern auch, dass in Luxemburg ansässige Studenten aus sozial benachteiligten Familien durch die Reform bis zu 3000 Euro jährlich weniger erhalten. Probleme gab es laut Unel auch bei der Motivationsprämie, die Studenten bisher erhielten, wenn sie ihr Studium fristgerecht abschlossen. Sie wurde durch die Reform abgeschafft. Einige Absolventen, die die Uni im vergangenen Jahr mit ihrem Diplom in der Tasche verließen, seien nicht darüber informiert worden, dass sie ihren Antrag auf Erhalt der Prämie bis zum 31. Dezember 2010 hätten stellen müssen, so Fehlen. Bisher hatten die Studenten ein Jahr lang Zeit, das entsprechende Formular einzureichen.

Die Unel kümmert sich nicht nur um die Belange von Studenten, sondern auch um die von Schülern der luxemburgischen Lyzeen. So habe ein Unel-Mitglied, das das Lycée technique des Arts et Métiers besuche, sich über Überwachungskameras in der Schule beschwert. Die Unel hat nun einen Blog gestartet, in dem Schüler als Zeugen über ähnliche Fälle berichten können.

L'essentiel Online/Séverine Goffin

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