Wohnen in Luxemburg – Der Kirchberg soll weiter wachsen

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Wohnen in LuxemburgDer Kirchberg soll weiter wachsen

LUXEMBURG – 27.500 Einwohner sollen bald in Kirchberg leben, verglichen mit 4000 derzeit. Am Freitag wurde ein Wohnungsbauplan vorgestellt, der das Wachstum steuern soll.

Der vorgestellte Plan für den Kirchberg ist «ehrgeizig».

Der vorgestellte Plan für den Kirchberg ist «ehrgeizig».

Fabrizio Pizzolante

Einer langfristige Prognosen zufolge werden in Kirchberg in Zukunft etwa 27.500 Menschen leben. Aktuell leben dort 4000 Menschen. Doch wie kann dieser zusätzliche Wohnraum entstehen und gleichzeitig bezahlbar bleiben? Diese Herausforderung soll das umfangreiche Wohnungsbauprojekt lösen, das am Freitag vom zuständigen Minister Henri Kox vorgestellt worden ist. «Zwei Drittel der neuen Wohnungen sollen bezahlbar sein», erklärte Kox.

Das vorgestellte Programm sei «ehrgeizig». Es ist die Rede von mehr als 7000 Wohneinheiten auf dem Areal, das vom Kirchberg-Fonds entwickelt wird. 757 Wohnungen sollen «vor 2023» zum Verkauf angeboten werden, insbesondere «in einem neuen Bereich, die auf einem Grundstück auf der Südseite der Kennedy Avenue errichtet werden sollen». Bis 2026 sollen 1038 Einheiten fertiggestellt sein und weitere 1360 zwischen 2026 und 2030 in verschiedenen Teilen des Plangebiets.

Den Entwicklern auferlegte Preisobergrenzen

Innerhalb von zehn Jahren «wird das Kirchberg-Plateau mit dem Abschluss der großen städtebaulichen Entwicklung in Kuebebierg/Laangfur und mit der Umgestaltung des Luxexpo-Geländes seine maximale Entwicklung erfahren», erläutern die Minister Bausch und Kox. Kox wies überdies daraufhin, dass die Schaffung von 3127 Wohneinheiten auf 24 Hektar im Kuebebierg, «die letzte große Landreserve, die vollständig dem Kirchberg-Fonds gehört» sei.

«Das Gesicht des Kirchbergs wird sich bald von einer Trabantenstadt zu einem Stadtteil mit komfortabler Wohnatmosphäre wandeln», sagte François Bausch. Ein wichtiges Element des Planes und in einer Zeit, in der die Debatten über die Kosten von Immobilien in Luxemburg regelmäßig neu entfacht werden: Der Kirchberg-Fonds legt den Bauträgern Preisobergrenzen «für die Mehrzahl der künftigen Projekte» auf. Die Grundstücke werden nur in Form eines langfristigen Pachtvertrages mit einer Laufzeit von 99 Jahren zur Verfügung gestellt, so dass der Kirchberg-Fonds ein Vorkaufsrecht behält.

Kostengünstig, aber zu welchem Preis?

«Der Kirchberg-Fonds stellt sicher, dass sein Angebot ein breites Spektrum an erschwinglichem Wohnraum sowohl zur Miete als auch zum Verkauf umfasst», sagte Henri Kox. Es gibt zwei Preiskategorien die Verkäufe bezahlbar halten sollen: Preise pro Quadratmeter, die mindestens 60 Prozent niedriger sein sollen, und Preise, die mindestens 40 Prozent unter dem Marktpreis liegen sollen. Für die Mieten sind zwei Preisspannen vorgesehen: eine erste Spanne mit Preisen zwischen 5 und 10 Euro je Quadratmeter und eine zweite Spanne zwischen 10 und 20 Euro Quadratmeter.

Parallel zu den Anwohnern wird auch die Zahl der Beschäftigten, die das Viertel bevölkern, weiter steigen, von heute 42.000 auf 66.700 nach 2040.

(nc/L'essentiel)

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