In Luxemburg – Der Krieg der Spielautomaten geht weiter
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In LuxemburgDer Krieg der Spielautomaten geht weiter

LUXEMBURG – Die Firma Dioart Games geht gegen die Betreiber von illegalen Automaten in Spielotheken und Bars vor.

Die Firma Dioart Games, im Besitz von Diogo Faria von der «Bar O Patrimonio» in Esch/Alzette, und Olivier Bova von der Beratungsfirma MSC Gaming haben sich mit der belgischen Gruppe Gaming1 zusammengetan, um Spielautomaten speziell für den luxemburgischen Markt zu entwerfen. Mit dem Ehrgeiz, sich «als einziger legaler privater Betreiber neben der Loterie Nationale, die vor anderthalb Jahren ihre eigenen Spiele eingeführt hat, durchzusetzen», wie Olivier Bova sagt. Mit ihren Geräten wollen sie illegale Spielautomaten aus den Bars in Luxemburg vertreiben.

Im Gegensatz zu anderen Automaten, wegen derer nach unseren Informationen die Kriminalpolizei aktiv geworden ist, sei ihr Automat «TurboFruits» ein Geschicklichkeitsspiel mit einem kleinen Anteil an Zufall. «Hier kommt es auf Geschicklichkeit und Intelligenz an. Wenn er gut denkt, hat der Spieler eine 92-prozentige Chance zu gewinnen. Der Spieler ist der Herr des Spiels, nicht die Maschine», betont Faria.

Der Spieler könne jederzeit wählen, ob er einen kleineren Gewinn einlösen möchte, um nicht zu viel zu verlieren, oder ob er in der Hoffnung auf einen größeren Gewinn weiterspielen möchte. Seinen möglichen Restbetrag könne der Spieler an der Theke der Bar einfordern, wo der Wirt mit einem Tablet die Abrechnung verfolgen könne. Die Inhaber der Bars, so Faria, erhielten 40 Prozent des Umsatzes, was weniger sei als das, was die Internet-Terminals einbringen könnten. Auch würden die Einnahmen durch «TurboFruits» versteuert. Fünf Prozent der Bruttoeinnahmen würden zudem in den Kampf gegen illegale Anbieter und Spielsucht fließen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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