«House of Cards» – Der Präsident meldet sich zurück

Publiziert

«House of Cards»Der Präsident meldet sich zurück

Die neuen Teaser zur vierten «House of Cards»-Staffel sind kurz, dafür reich an möglichen Intrigen. Wir halten fest, was uns erwarten könnte.

Wird hier in diesem Teaser eine Leiche vergraben? An Feinden mangelt es dem fiktiven Präsidenten Frank Underwood (Kevin Spacey) definitiv nicht. Vielleicht seine Frau Claire Underwood (Robin Wright)? Ein Parteikollege? Oder doch ein Schnüffler von der Presse? Es ist nichts dergleichen.

Der 25-Sekunden-Teaser zur vierten Staffel von «House of Cards», die am 4. März wieder auf Netflix zu sehen ist, beginnt mit einer düsteren Vorahnung. Der Gedanke verblasst jedoch sofort, als sich herausstellt, das es sich um einen Spatenstich handelt, einen harmlosen PR-Termin für Underwood. Befindet sich Frank doch gerade im Wahlkampf, bei dem Doug Stamper (Mike Kelly) ihm wie immer tatkräftig zur Seite steht.

Kommt der Mord an Zoe Barnes ans Licht?

Auch der zweite Trailer, ähnlich kurz und unheilverkündend, lässt vieles im Dunkeln. Im kurzen Teaser liegt ein Blumenstrauss auf einem U-Bahn-Gleis. Ist hier ein Unfall passiert? Oder doch ein Mord?

Sind die Blumen etwa für die von Underwood getötete Journalistin Zoe Barnes (Kate Mara) gedacht? Und falls es so ist, holt die Vergangenheit Frank nun doch ein? Das Konterfei des Präsidenten erscheint auf einem Wahlplakat oberhalb der Unglücksstelle.«Bringt Amerika zurück in die Spur – Underwood 2016» steht da geschrieben.

«Den Leader, den wir brauchen»

Der dritte «House of Cards»-Teaser führt uns nochmals vor Augen, wie wacklig der Präsidentensessel, auf dem Frank Underwood noch sitzt, eigentlich ist: Die plakativen und druckreifen Statements, die Underwood mühelos über die Lippen gehen, stehen arg im Widerspruch zu den dunklen Machenschaften seines kaltblütigen Aufstiegs, die man in den letzten drei Staffeln verfolgen konnte:

Achtung Spoiler!

Da wäre zum einen seine Ehefrau Claire, die sich in der letzten Folge der dritten Staffel von Frank abgewandt hat. Dass die beiden nicht gemeinsam vom White House aus das Land regieren, war Claire ein Dorn im Auge. «Ich verlasse dich», so die letzten Worte der First Lady an die Adresse ihres Gatten. Auch die unschöne Affäre um den Kongressabgeordneten Peter Russo (Corey Stoll), dem Underwood den Garaus machte, oder der von ihm aus dem Amt gedrängte Präsident Garett Walker (Michael Gill) erinnern an die vielen Leichen, über die Underwood gehen musste, um überhaupt im Oval Office Platz zu nehmen.

«Ich bin der Leader, den wir brauchen. Ich weiß, dass Sie das wissen», sagt der fiktive Präsident mit kühlem Unterton, als spreche er eine Drohung aus. Ob er sich im Amt halten kann, wird sich diesen Frühling zeigen, wenn «House of Cards» in die vierte Legislatur geht.

(L'essentiel/hau)

Deine Meinung