In Luxemburg – «Der Sozialstaat ist in unserer DNA tief verwurzelt»

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In Luxemburg«Der Sozialstaat ist in unserer DNA tief verwurzelt»

LUXEMBURG – Das parlamentarische Jahr neigt sich dem Ende zu. LSAP-Fraktionschef Georges Engels blickt auf ereignisreiche zwölf Monate zurück.

Georges Engel hat während des laufenden parlamentarischen Jahres den Fraktionsvorsitz von Alex Bodry übernommen.

Georges Engel hat während des laufenden parlamentarischen Jahres den Fraktionsvorsitz von Alex Bodry übernommen.

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Ein neuer Fraktionschef, Georges Engel, drei neue Abgeordnete, Cécile Hemmen, Simone Asselborn-Bintz und Francine Closener und ein neues Mitglied der Regierung, Franz Fayot: Für die LSAP geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. «Außerdem ist Alex Bodry dem Staatsrat beigetreten», sagt Engel und ergänzt: «So viele personelle Änderungen an der Spitze sind nie einfach, aber wir haben die Herausforderung gut gemeistert.»

Kurz nach der Personalrochade brach sie Corona-Pandemie über Luxemburg herein. «Besonders für Paulette Lenert und das Gesundheitsministerium war und ist das natürlich eine Ausnahmesituation. Sie hat im Zusammenspiel mit den anderen Ministerien herausragende Arbeit geleistet. Wir haben die Pandemie bisher relativ gut überstanden, auch wenn wir Opfer beklagen mussten», sagt Engel. Das Parlament sei stets über die von der Regierung erlassenen Maßnahmen informiert gewesen und habe sich an der Ausarbeitung beteiligen können.

«Länder, die über einen starken Sozialstaat verfügen, haben in dieser Krise bisher deutlich besser abgeschnitten», ist sich Engel sicher, Und dieser Sozialstaat sei tief in der DNA der LSAP verwurzelt. Nun da sich das parlamentarische Jahr dem Ende zuneigt, stehe es außer Frage, dass den Abgeordneten ein langer Urlaub bevorsteht. «Sie werden alle in der Nähe bleiben und immer erreichbar sein. Das ist unsere Pflicht als Parlamentarier», sagt Engel und erinnert sich an das Jahr 2008: «Damals mussten die Abgeordneten ihren Urlaub abbrechen, um Gesetze zur Rettung der Banken während der Finanzkrise zu verabschieden.»

(jw/L'essentiel)

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