Er kippte Vater vom Thron – Der Sultan von Oman ist tot, Nachfolger vereidigt

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Er kippte Vater vom ThronDer Sultan von Oman ist tot, Nachfolger vereidigt

Qabus bin Said regierte seit knapp 50 Jahren sein Land. Nun ist er gestorben. Sein Nachfolger wird ein Cousin.

Nach dem Tod des omanischen Sultans Qabus bin Said tritt Haitham bin Tarik al Said die Nachfolge des Herrschers an. Das berichtete die omanische Nachrichtenagentur Ona am Samstag. Er ist der Cousin des Verstorbenen und war bisher Kulturminister des Landes.

Der Verteidigungsrat öffnete in Anwesenheit von Mitgliedern der Herrscherfamilie einen Brief von Qabus. Dort war der letzte Wille des Verstorbenen hinterlegt. Sultan Qabus war am Freitag Medienberichten zufolge im Alter von 79 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Qabus hatte das Sultanat Oman fast 50 Jahre im Alleingang regiert und es von einem rückständigen Landstrich in einen modernen, prosperierenden Staat verwandelt. Er hatte weder Kinder noch Brüder.

Vom Westen unterstützt

Nach Sultan Qabus' Tod wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. In dem muslimisch geprägten Land im Südosten der Arabischen Halbinsel, das fast so groß wie Deutschland ist, leben knapp fünf Millionen Menschen.

Der vom Westen unterstützte Qabus regierte den Oman seit 1970. Er war mit Hilfe der Kolonialmacht Großbritannien auf den Thron gekommen. Mit Hilfe des Militärs und des britischen Geheimdienstes stieß er seinen Vater Said vom Thron. Dieser hatte das Land nach außen abgeschottet und jede Modernisierung verweigert.

Unter der Herrschaft von Qabus entwickelte sich der Oman mit Hilfe von Öleinnahmen zu einem modernen und stabilen Staat. Der arabische Aufstand 2011 ging fast spurlos am Sultanat vorbei. Menschenrechtler beklagen jedoch fehlende Meinungsfreiheit und die Verhaftung von Regierungskritikern in dem Land.

International positionierte Qabus den Oman als Vermittler zwischen dem Iran und dem Westen. Der Oman gilt auch als Staat, der inoffiziell Kontakte zu Israel pflegt. Im April hatte der Oman die anderen arabischen Staaten dazu aufgerufen, sich um ein Ende der israelischen Existenzängste zu bemühen.

(L'essentiel/roy/reuters/sda)

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